Die Zementation ist ein schon sehr altes Verfahren zur Isolierung von
Gold aus silberhaltigen Goldverbindungen. Die Zementation wurde bereits 1.000 bis 2.000 Jahre vor Christus beherrscht, wie sich an Schmuckfunden aus Ur (Mesopotamien) beweisen lässt.
Gold kommt in der Natur stets mit
Silber verunreinigt vor. Bei sehr reinem Gold beträgt der Silbergehalt mindestens 2%, bei
Elektum 20 - 50%. Um das Gold vom Silber zu trennen, zerkleinerte man das silberhaltige Gold zu kleinen Plättchen und füllte diese, lagenweise abwechselnd, mit Kochsalz und saugfähigem Steinmehl wie Schamotte oder Ziegelton in Schmelztiegel. Durch langsames Erhitzen reagiert das anteilige Silber mit dem Salz zu Silberchlorid, welches durch das Steinmehl aufgesogen wird. Zurück bleibt das gereinigte Gold.
Fischdose
Exklusives Meisterstück für Liebhaber
aufwändigster Handwerkskunst.
Unikat aus Silber und Email
von Uschy Schleipfer, Frankfurt..
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Meyers Konversationslexikon von 1888 schreibt über Zementation:
Zementation, metallurgisches Verfahren, bei welchem Metalle durch Erhitzen mit pulverförmigen Körpern (Zementierpulver), ohne zu schmelzen, oberflächlich oder in ihrer ganzen Masse eine chemische Veränderung erleiden. Man bedient sich hierzu luftdichter Behältnisse, im kleinen irdener Büchsen (Zementierbüchsen), im großen eiserner oder irdener Kasten (Zementierkasten), in welchen die zu bearbeitenden Körper mit dem Zementierpulver umgeben und erhitzt werden. [...] Silberhaltiges Gold wird durch Z. fein gemacht, indem man es in Form feiner Granalien oder dünner Bleche mit Eisenvitriol, Kochsalz und Ziegelmehl erhitzt. Hierbei bildet sich Chlorsilber, welches schmilzt und vom Ziegelmehl aufgesogen wird, während das Gold nicht angegriffen wird.
Andere Bedeutungen
Der Begriff 'Zementation' wird auch für andere Verfahren als das vorstehende angewandt. Siehe auch
Vergoldung und
Versilberung.
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