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Weißgold (Schmucklexikon)


Unter dem Begriff Weißgold werden Goldlegierungen zusammengefasst, denen mit Silber, Platinmetallen oder anderen metallischen Legierungspartnern die Farbe entzogen wurde. Je nach Zusammensetzung ergibt sich hellweißes (silbernes) bis grauweißes Gold, bisweilen auch mit einer leichten Farbtendenz, also beispielsweise einem gelblichen oder bläulichen Farbton.

Entwickelt wurden die ersten Weißgoldlegierungen unter dieser Bezeichnung in den 1920er Jahren, als Alternative zum teuren und sehr schweren Platin sowie zu Palladium, das sich trotz seiner hervorragenden Materialeigenschaften als Schmuckmetall kaum durchsetzen konnte.


Weißgold ist ein homogener Stoff, d.h. die weiße Farbe ist nicht nur oberflächlich. Auch wenn man Weißgold zerkratzt oder es zersägt, kommt nur weißes Gold zum Vorschein. Dennoch wird Weißgoldschmuck bisweilen rhodiniert, um einen helleren und homogeneren Silberton zu erzielen, besonders wenn minderwertige Legierungen verwendet wurden, die zu gelblichen Farbtönen neigen.

Nicht mit Weißgold zu verwechseln ist rhodiniertes Gelbgold, das mit einem hauchdünnen Überzug aus Rhodium versehen nur an seiner Oberfläche weiß aussieht. Die unter der Rhodiumschicht befindliche Goldlegierung selbst ist gelb und daher kein Weißgold.



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aus Edelmetallen
und edlen Kunststoffen.

Schmuck von Uschy Schleipfer, Frankfurt.
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Die Bezeichnung Weißgold ist nicht standardisiert, sagt daher nichts über den Goldgehalt und über die tatsächliche Zusammensetzung der Legierung aus. Es gibt unzählige verschiedene Rezepte für Weißgold mit unterschiedlichen Goldanteilen (siehe auch Weißgoldtypen).

Der Feingoldgehalt des Weißgoldes ist aus dem Zahlenzusatz (Tausendteil-Angabe) der Goldbezeichnung ersichtlich. So enthält beispielsweise Weißgold 750 mindestens 75% Gold (18 Karat), 585er Weißgold (14 Karat) hat dagegen einen Goldanteil von nur 58,5%. Weißgold wird maximal bis zum Feingehalt 875 (21 Karat) angeboten.





Preis und Wert

Der Preis von Weißgold setzt sich zusammen aus den Preisen der enthaltenen Edelmetalle sowie den Legierungskosten, also den Kosten für die Herstellung der Legierung. Umgekehrt ist der Verkaufswert von Weißgold der Wert der enthaltenen Edelmetalle, abzüglich der Scheidekosten, also den Kosten für die Trennung und Gewinnung der einzelnen Legierungskomponenten. Aufgrund der manchmal recht teuren Legierungsmetalle (z.B. Palladium) ist Weißgold tendenziell teuer als Gelbgold.

Siehe auch Glossar: Goldpreis, Platinpreis, Palladiumpreis, Silberpreis



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