froufrou.de
Querette
Querette
Querette
Querette

INTRO

SCHMUCK
GOLDSCHMIEDE

SCHMUCK-ESSAYS
SCHMUCKLEXIKON
SCHMUCK-SPEZIALTHEMEN


'Sumo-Ring' 'Sumo-Ring' 'Sumo-Ring' 'Sumo-Ring'

Querette
Querette
Querette

SCHMUCK-DISKUSSIONSFORUM

SUCHE

KONTAKT
IMPRESSUM


Vergoldung (Schmucklexikon)


Unter Vergoldung versteht man die Beschichtung meist metallischer Gegenstände mit einem mehr oder weniger dünnen Gold-Überzug. Vergolden kann man mit mehreren sehr unterschiedlichen Verfahren, die jeweils deutliche Vor- und Nachteile aufweisen:



Feuervergoldung

Bereits von den Ägyptern wurde feuervergoldet. Man trug dazu mit Goldstaub zerriebenes Blei auf Metallgegenstände auf und erhitzte diese bis das Blei verdampfte. Von den Römern Plinius und Vitruv wurde im ersten nachchristlichen Jahrhundert zum erstem Male die Feuervergoldung mit Quecksilber statt Blei beschrieben. Diese die Gesundheit sehr gefährdende Methode des Vergoldens wurde im vorigen Jahrhundert durch andere Verfahren abgelöst, lieferte aber dicke und strapazierfähige Goldüberzüge mit angenehmen Farbtönen.


Dublee-Technik (Doublé-Technik)

Bei der Herstellung von Dublees wird dünnes Goldblech auf Metallkörper aufgewalzt und aufgelötet, also 'dubliert'. Diese sehr aufwändige Methode des Vergoldens bietet die Vorteile, dass die Stärke sowie die Legierung der Goldauflage frei gewählt werden können.


Aufdampfen im Hochvakuum

Diese Vergoldungstechnik wird im Allgemeinen nicht zur Veredelung von Schmuck verwendet, da die aufgedampften Goldschichten zu dünn für mechanische Belastungen sind. Mit dieser Methode werden zum Beispiel Gläser (z.B. Brillengläser und optische Linsen) zur Ent- und Verspiegelung sowie zur Vergütung behandelt.


Zementation

Die Zementation (auch 'Zementieren' genannt) beruht auf dem Phänomen, dass unedle Metalle in ionischen Lösungen (z.B. Edelmetallsalz-Lösungen) edlere Metalle verdrängen und diese sich als metallischer Überzug auf den in der Lösung befindlichen Werkstücken niederschlagen.

Das Prinzip der Zementation wurde in verschiedenen technischen Verfahren realisiert (z.B. Tauchverfahren, Sudverfahren, Kontaktverfahren, Reduktionsverfahren). Eine auf diese Weise erzielte Vergoldung ist jedoch immer sehr dünn und - da sie keine feste Verbindung mit dem Untergrund eingeht - sehr empfindlich, weswegen sie seit der Erfindung der galvanischen Vergoldung zunehmend an Bedeutung verlor.

(Der Begriff 'Zementation' hat auch eine andere, geläufigere Bedeutung: Zementation.)


Abreicherungsvergoldung (Mise en couleur)

Dieses auch unter der Bezeichnung 'Gelbsieden' bekannte und auch heute von Goldschmieden noch gerne verwendete Verfahren ist keine Vergoldung im eigentlichen Sinn (also eine 'Hinzufügung' von Gold), sondern die Abreicherung anderer Metalle aus den Oberflächen goldhaltiger Legierungen, beispielsweise durch Säuren. Die verbleibende poröse Oberfläche aus Feingold (oder einer mit Gold angereicherten Legierung) kann durch Tempern und Schmieden in eine homogene Goldplattierung umgewandelt werden. Unterstützt wird das Verfahren, indem man zuvor durch thermische Prozesse eine teilweile Entmischung der Legierung und damit eine Anreicherung von Gold an der Oberfläche des Werkstücks erzielt. Dieses Verfahren war möglicherweise schon vor über 2.000 Jahren im Mittleren Osten bekannt (siehe auch: Die 'Batterie von Bagdad').


Hummer-Armband

Stilvollendetes Gliederarmband
aus Silber oder anderen Edelmetallen.

Schmuck von Uschy Schleipfer, Frankfurt.
Hummer-ArmbandKlick für Großdarstellung


Galvanische Vergoldung

Die in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte (1. Patent 1840) galvanische Vergoldung ist die am weitesten verbreitete Vergoldungstechnik. Bei ihr wird in galvanischen Bädern durch Stromfluss Gold auf stromleitenden Oberflächen von Werkstücken abgeschieden. Die chemische Zusammensetzung der galvanischen Bäder sowie die Stromstärke und Spannung beeinflussen dabei die Ergebnisse.

Das galvanische Vergolden liefert erst mit der Entwicklung der Glanzvergoldung und Hartvergoldung (seit etwa 1950) rundum befriedigende und steuerbare Ergebnisse, indem praktisch keine Beschränkungen mehr bezüglich der Dicke der Vergoldung sowie der Vergoldungslegierungen und -farbe bestehen. Mit der heutigen Feingold- und Hartgoldplattierung können Goldbeläge aufgebracht werden, die so dick und strapazierfähig sind wie Dublees, wogegen mit der von etwa 1830 bis 1950 verwendeten sogenannten Normalvergoldung lediglich sehr dünne Feingoldschichten erzeugt werden konnten, die mechanischer Belastung nicht standhielten und farblich unbefriedigend waren.

(Siehe auch: Gab es galvanische Vergoldung schon vor 2.000 Jahren in Mesopotamien?)


Flash

Mit Flash bezeichnet man eine galvanische sog. Hauchvergoldung zur leichten Korrektur des Farbtons einer Goldlegierungen.





Dies ist nicht die Webpräsenz der präsentierten Goldschmiede und Goldschmiedinnen, und sie spiegelt nicht deren Meinung wider, aber sie ist inspiriert durch deren Schmuck und mit diesem illustriert.

Für die Aktualität, Richtigkeit oder Vollständigkeit der Informationen wird keine Gewähr übernommen. Es wurde sehr sorgfältig recherchiert, dennoch haben sich mit Sicherheit Ungenauigkeiten und Fehler eingeschlichen. Entsprechende Mitteilungen oder Anregungen zur Entwicklung dieser Website sind sehr erwünscht. Benutzen Sie dazu bitte Feedback oder die Kontaktadressen. Alle Rechte vorbehalten!






  ISIS 9230 (DE)
Site Goldschmuck Schmuck Goldschmiedekunst Schmucklexikon Unikatschmuck Designerschmuck Schmuckherstellung Schmuckdesign Goldschmiede Kunsthandwerk
Cat.

Glossar Glossare glossary Schmuckglossar Schmuckglossare Lexikon Schmucklexikon Begriff Begriffe Fachbegriff Fachbegriffe Definition Definitionen Erklärung Erklärungen

Page

Vergoldung Vergoldungen vergolde vergolden