Unser Wort 'Schmuck' ist entlehnt über 'smuck' aus 'smiegen', also 'eng anliegen', 'anschmiegen', und ohne weiteren Zusatz meint man damit gewöhnlich am Körper tragbaren Schmuck, wozu Kopfschmuck, Haarschmuck oder Textilschmuck im Allgemeinen nicht gezählt wird.
Von Schmuck erwartet man auch eine gewisse Plastizität, weswegen Tätowierungen, Körperbemalung und Schminke ebenfalls nicht zu Schmuck im engeren Sinne gezählt wird.
Abgegrenzt sind meist auch Gegenstände, bei denen ein bestimmter Gebrauchswert im Vordergrund steht, also beispielsweise Uhren und Waffen, nicht aber z.B.
Siegelringe.
Schmuck sind also kleine Skulpturen, die eng am Körper getragen werden und deren primäre Funktion es ist, zu schmücken.
Unterschieden wird Schmuck primär nach den Körperteilen, zu denen er in Beziehung steht: Ohrringe, Nasenringe, Halsketten, Fußketten, Fingerringe, Zehenringe, Armbänder und Broschen, die nicht mehr am Körper, sondern auf der Kleidung getragen werden. Daneben gibt es noch Beinreifen, Lippenschmuck, Intimschmuck, Piercings und weitere.
Für Schmuck wurden und werden praktisch alle erdenklichen Materialien verwendet, organische wie anorganische, mineralische wie metallische: Metalle und Steine,
Glas und Kunststoffe, Textilien, Muscheln, Zahn, Leder,
Bein und vieles mehr, und Schmuckmacher gehörten in der Geschichte oft zur Avantgarde, wenn es darum ging, sich neuartige Materialien nutzbar zu machen.
Dagegen beschränkt sich der Massenschmuck der großen Schmuckmarken im Allgemeinen auf wenige Edelmetalle (
Platin,
Gold,
Silber) und Juwelen, also zugeschliffene und teure
Edelsteine, da die infrage kommende Zielgruppe Schmuck vorrangig als Statussymbol auffasst. Dabei übersteigt der durch Marketing erzeugte, immaterielle Markenwert den eigentlichen Schmuckwert (Arbeitszeit plus Materialwert) gewöhnlich bei weitem. Das Gegenteil des Serienschmucks ist der
Unikatschmuck.
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Schmuckarten.
Es scheint einiges dafür zu sprechen, dass Schmuck so alt ist wie menschliche Kultur generell, also bereits in der jüngeren Altsteinzeit vor etwa 50.000 Jahren verwendet wurde. Darüber hinaus legen einige Fundstücke nahe, dass auch unsere ausgestorbenen artgeschichtlichen Geschwister, die Neandertaler, Schmuck trugen.
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Schmuckgeschichte.