Saphir gehört, wie auch der
Rubin, zur
Korund-Gruppe. Beide Varietäten unterscheiden sich lediglich in der Farbe: Die roten Varianten sind Rubine, die anderen Färbungen werden Saphire genannt, wobei der Übergang fließend ist. So werden hellrote, rosa und violette Steine meist als Saphire bezeichnet, da sie für Rubine minderwertige Farben hätten.
Siehe auch Glossar:
Rubin,
Korund
Streng genommen bezeichnet 'Saphir' ohne weiteren Zusatz nur den blauen Korund, und die anderen Farben werden ausdrücklich gekennzeichnet: 'grüner Saphir', 'rosa Saphir' etc.
Das Farbspiel reicht von farblos durchsichtig über praktisch alle Farben (außer rot) bis schwarz. Die begehrteste Farbe ist reines Kornblumenblau.
Farbloser Saphir wird Leukosaphir genannt, orangegelber Saphir heißt Padparadscha.
Die Lichteffekte des Saphir reichen von seidigem Glanz über Katzenaugen-Effekt bis zu einem sechsstrahligen Stern (Asterismus, Sternsaphir).
Technische Anwendungen siehe Glossar:
Korund
Die wichtigsten Lagerstätten liegen in Australien, Birma, Thailand und Sri Lanka.
Mit einer
Mohshärte von 9 ist der Saphir das zweithärteste Mineral, hat allerdings nur etwa 1/140stel der Härte des
Diamanten (Mohshärte 10). Wie auch bei diesem ist die Härte des Saphirs in seinen verschiedenen Ausrichtungen unterschiedlich, was beim
Schliff beachtet werden muss.
(Siehe auch Glossar:
Härte von Mineralien)
Die
Strichfarbe ist weiß, das spezifische Gewicht 3.99 - 4.00. Keine Spaltbarkeit. Chemisch handelt es sich beim Saphir um Aluminiumoxid (Al2O3). Die verschiedenen Farben des Saphir entstehen z. B. durch
Eisen und
Titan (blau), Vanadium (violett) und
Chrom (rosa).
Berühmte Saphire
Der weltweit größte geschliffene Saphir ist der 536 Karat schwere '
Star of India', der im American Museum of Natural History in New York zu sehen ist. Es handelt sich dabei um einen blauen Sternsaphir.
Ein 547 Karat schwerer Stein befindet sich im Grünen Gewölbe in Dresden.
Der mit 478 Karat drittgrößte Saphir stammt vermutlich aus Sri Lanka. 1921 kaufte der rumänische Thronfolger Ferdinand den hühnereigroßen, blauen Stein für seine Frau Marie, einer Enkelin sowohl der englischen Königin Viktoria als auch des russischen Zaren Alexander. Marie trug das Schmuckstück bei Ferdinands Krönung 1922. Vermutlich in den vierziger Jahren wurde der Stein verkauft und gelangte in die Hände des amerikanischen Juweliers Harry Winston. 2003 hat ein Unbekannter in einer Versteigerung des Auktionshauses Christie's den Edelstein für 1,23 Millionen Euro erworben.
Herkunft des Wortes 'Saphir'
Das Wort 'Saphir' ist aus dem lateinischen 'sapphirus' und dieses wiederum aus dem altgriechischen 'sappheiros' (gleiche Bedeutung) abgeleitet.
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