Nach dem Diamant ist der Rubin (neben Saphir) zwar das härteste Mineral, doch seine Beliebtheit ist eher durch das unheimliche Feuer seiner Farbe zu erklären: Die edelste Qualität nennt sich 'taubenblutrot', also ein tiefes, sattes Rot mit einem Stich ins Bläuliche, mit einer praktisch immer ungleichen Farbverteilung. Der Glanz schöner Rubine ist dem von Diamanten ebenbürtig. Die Lichteffekte reichen von seidigem Schimmer ('Seide' genannt), Katzenaugeneffekt bis zu einem sechsstrahligen Stern (Asterismus, Sternrubin), der aus der Tiefe des Steins zu kommen scheint und sich mit der Bewegung des Steins in seiner Lage verändert.
(Siehe auch Glossar:
Saphir,
Korund.)
Schöne Rubine sind teure Edelsteine, besonders große Exemplare sind extrem selten und daher sehr kostspielig. Verwechslungsgefahr besteht mit rotem Spinell, Turmalin und anderen Steinen, und manche vermeintliche - auch berühmte - Rubine haben sich nachträglich als Spinell entpuppt. Einige verwirrende Bezeichnungen machen die Bestimmung des Steins nicht einfacher: Balasrubin bezeichnet Spinell, Kaprubin ist Granat und sibirischer Rubin ist Turmalin.
Ramolux
Fingerringe mit 'Bilderrahmenfassung'
für große, durchsichtige Edelsteine.
Schmuck von Uschy Schleipfer, Frankfurt.
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Wie auch der Saphir gehört der Rubin zur Korund-Gruppe. Technische Anwendungen für nicht schmuckfähige Steine ergeben sich als Polier- und Schleifmittel, als Lagersteine (Uhren) sowie in der Laser-Technologie. Allerdings werden hier meist synthetische Steine vorgezogen, da sie keine Einschlüsse aufweisen.
Die wichtigsten Fundorte: Birma, Thailand, Sri Lanka, Tansania.
Mit einer Mohshärte von 9 ist der Rubin das zweithärteste Mineral, allerdings mit nur etwa 1/140stel der Härte des Diamanten (
Mohshärte 10). Wie auch bei diesem ist die Härte des Rubins in seinen verschiedenen Ausrichtungen unterschiedlich, was beim Schliff beachtet werden muss.
Die Farbe reicht von braun- bis hellrot, die
Strichfarbe ist weiß. Die
Dichte ist 3.97 - 4.05. Rubin weist keine Spaltbarkeit auf. Die Kristalle sind sechsseitige Prismen oder Tafeln, Rhomboeder. Rubin ist undurchsichtig, durchscheinend oder durchsichtig. Chemisch handelt es sich beim Rubin um Aluminiumoxid (Al2O3).
Das Wort 'Rubin' ist über das altfranzösische 'rubin' aus dem mittellateinischen 'rubinus' bzw. dem lateinischen 'rubeus' (rot) entlehnt.