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Rotgold (Schmucklexikon)

Rote Goldlegierungen werden Rotgold genannt. Das farbliche Spektrum reicht dabei von rötlichem Gelbgold, über Orange, Rostrot bis zu rotem Gold mit leicht violettem Einschlag (siehe auch Purpurgold). Einige Autoren grenzen Orangegold von Rotgold ab. Braune und hellbraune Goldfarben werden Braungold genannt. Rosa Gold heißt Roségold, wobei der Übergang zu Rotgold fließend ist.



Rotgold 585
Rotgold 750

Referenz-Glieder: Silber 925 (li.), Gelbgold 750 (re.)

Die Goldfarben wurden anhand der uns vorliegenden Informationen digital simuliert. Als Modell dient das
Hummer-Armband von Uschy Schleipfer, Frankfurt.
RotgoldKlick für Großdarstellung RotgoldKlick für Großdarstellung



Massives Rotgold

Die rote Farbe von Rotgold entsteht meist durch einen hohen Anteil von Kupfer. Leider bewirken große Beimengungen dieses roten Metalls eine relativ hohe Unbeständigkeit gegenüber Oxidation, weshalb Rotgoldschmuck etwas anfälliger für Anlaufen ist und selbst rotes Gold 585 sich unter ungünstigen Umständen noch schmutzig-braun verfärben kann.

Rotgold gibt es mit Feingehalten von 33 bis ca. 75%. Bei höherem Goldanteil verblasst der Kupferanteil, und es lässt sich nur noch Roségold erzeugen. Die Zusammensetzung der Legierungen folgt im Allgemeinen folgendem Schema:

Goldanteil Silberanteil Kupferanteil Farbtyp
33,3 % 0,0 % 66,7 % Rotgold 333
37,5 % 7,5 % 55,0 % Rotgold 375
58,5 % 9,0 % 11,5 % Orangegold 585
58,5 % 0,0 % 41,5 % Rotgold 585
75,0 % 0,0 % 25,0 % Orangegold 750
75,0 % 4,5 % 20,5 % Rotgold 750



Querette
Auffällige Querfingerringe
mit großen Edelsteinen.

Schmuck von Uschy Schleipfer, Frankfurt.
QueretteKlick für Großdarstellung



Oberflächenbehandeltes Rotgold

Bisweilen findet sich im Handel auch 'Rotgold', das durch eine Oberflächenbehandlung (z.B. Anlauffarben oder galvanische Beschichtungen) von Gelbgold rot gefärbt wurde. Der Nachteil von solchem Farbgold besteht darin, dass die Farben nur oberflächlich bestehen und durch - bei Schmuck unvermeidlichem - Abrieb langsam verschwinden. Mechanisch stark beanspruchter Schmuck, besonders Fingerringe, sollten daher allenfalls bedingt aus oberflächenbehandeltem Rotgold hergestellt werden, und Schmuckhersteller wie Schmuckhändler sollten deutlich darauf hinweisen, dass solche Legierungen nicht durchgefärbt sind.


Feingehaltspunzierung von Rotgold

Rotgold darf in Deutschland Gold bezeichnet und als Gold 333 gepunzt ('Goldstempel', Feingehaltsstempel') werden, sofern der Goldanteil mindestens 33% beträgt, in fast allen anderen Ländern jedoch erst ab einem Goldgehalt von 37,5% (Gold 375) oder 58,5% (Gold 585).





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Page Rotgold ist rotes Gold, eine rote Goldlegierung mit besonderer Zusammensetzung.