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Es klingt banaler als es ist: Wie bestimmt man die Ringgröße (Fingergröße, Ringweite) für Fingerringe?
Anders als bei anderem Schmuck ist bei Fingerringen die Größe sehr wichtig, und die Größe des Rings stimmt dann, wenn er einerseits leicht abgezogen und aufgesteckt werden kann, man ihn andererseits aber nicht verliert und möglichst nicht spürt.
Die einfache Antwort lautet: Gehen Sie zu einem Goldschmied, und lassen Sie sich Ihre Ringgröße messen. Dieser misst entweder Ihren Finger mit einem Ringmaß, das aus etwa dreißig metallenen Vergleichsringen besteht, oder er misst einen Ring, der Ihnen gut passt, mit dem sogenannten Ringstock.
Komplexere Ringformen wie Querfingerringe und Zwischenfingerringe erfordern jedoch oft genauere Kenntnisse über die Hand, z.B. die Länge eines Fingergliedes oder den Abstand von Knöcheln. In diesem Fall hilft nur, dass der Goldschmied, der den Ring herstellt, die Hand selbst vermisst.
Von Versandhäusern werden oft Ringmaße aus Karton versandt. Sofern es sich um Massenschmuck mit Umtauschmöglichkeit handelt, ist das akzeptabel. Für spezielle Einzelanfertigungen, die nicht umgetauscht werden können, wäre das jedoch zu riskant, denn diese Ringmaße sind zu dünn und zu biegsam, um zuverlässige Ergebnisse zu liefern.
Das deutsche Ringmaß bezeichnet übrigens den Innenumfang des Vergleichsrings in mm (siehe auch Ringgrößen-Vergleichstabelle D-F-USA).
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Folgendes gibt es noch zu beachten
- Die Ringgröße ändert sich im Laufe des Lebens.
- Die Ringgröße ändert sich im Laufe eines Tages.
- Finger sind abends gewöhnlich dicker als morgens.
- Finger sind im Sommer gewöhnlich dicker als im Winter.
- Breite Ringe müssen oft etwas größer sein als schmale Ringe.
- Das Ringmaß gilt nur für runde Ringe.
Anatomischer geformte Ringe (z.B. mit U-förmiger Fingerschiene) brauchen gewöhnlich einen geringeren Ringumfang. Aus diesem Grund kann die Ringgröße auch nicht mit einem Faden oder Papierstreifen gemessen werden.
Und wenn der Ring trotz allem nicht passt?
Das Weiten von Ringen ist - im Gegensatz zum Verengen - meist relativ einfach und kostengünstig möglich. Genaue Voraussagen kann der Goldschmied jedoch nur nach Augenschein treffen, da Ringaufbau und -form sowie die Metallart dabei entscheidend sind. Notfalls muss ein Stück aus dem Ring herausgetrennt bzw. in den Ring eingefügt werden.
Falls Sie einen Ring trotz aller Haushaltstricks (z.B. Eintauchen des Fingers in Eiswasser, Einseifen) nicht mehr abziehen können, kann Ihnen als letzte Lösung ein Goldschmied mit einer sogenannten Ringsägezange den Ring gefahrlos am Finger durchschneiden und entfernen. Natürlich muss der Ring danach repariert werden.

Dies ist nicht die Webpräsenz der präsentierten Goldschmiede und Goldschmiedinnen, und sie spiegelt nicht deren Meinung wider, aber sie ist inspiriert durch deren Schmuck und mit diesem illustriert.
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