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Rhodium (Schmucklexikon)


Lateinisch: Rhodium; engl.: rhodium; franz.: rhodium; span.: rodio; ital. rodio.
Chemisches Symbol: Rh


Rhodium, ein seltenes Platinmetall, gehört mit Palladium und Ruthenium zu der Gruppe der leichten Platinnebenmetalle. Es hat platinähnliches Aussehen, ist silberweiß glänzend, zäh und sehr korrosionsbeständig.




Technische Eckdaten





Rhodium kommt in der Natur gemeinsam mit anderen Platinmetallen vor, ist sehr selten und wurde erst 1803 als eigenständiges Metall von William Hyde Wollaston entdeckt.


Rhodium wird wegen seiner Anlaufbeständigkeit und seines platinähnlichen Aussehens zum galvanischen Veredeln unedlerer Metalle verwendet (rhodinieren) sowie für beständige optische Spiegel. Daneben spielt Rhodium als Katalysator und als Legierungsmetall für spezielle technische Anwendungen eine Rolle.



Rhodium in der Schmuckherstellung

In der Schmuckherstellung kommt Rhodium u.A. als Legierungsmetall für Palladium und Platin zum Einsatz, z.B. Platin 'Pt/Rh 950' mit 5% Rhodium-Anteil, einer relativ weichen Platinlegierung, die für Montagearbeiten verwendet wird.

Ein weiterer wichtiger Einsatzzweck im Zusammenhang mit Schmuck ist das Rhodinieren, beispielsweise von Silber, wodurch das Silber zwar zuverlässig vor Anlaufen geschützt wird, aber einen hart blauweißen, platin- bzw. chromartigen Glanz erhält. Rhodinierungen sind zwar hart und abriebfest, der Rhodiumüberzug läuft bei heißen Reparaturarbeiten jedoch blauschwarz an, was sich lediglich durch eine neue Rhodinierung beheben lässt. Für Schmuck aus Weißgold oder Platin verwendet man das Rhodinieren zur Aufhellung.

Die Schickdicke einer galvanischen Rhodinierungen liegt bei 0,2 bis 0,03 Tausendstel Millimetern, bei dickeren Auflagen können Spannungsrisse entstehen. Edelmetall-Legierungen (z.B. Silber- oder Gold-Legierungen) werden direkt rhodiniert, unedlere Legierungen wie Messing oder Neusilber erst nach einer vorherigen Vernickelung.



Herkunft des Wortes Rhodium

Das Wort 'Rhodium' leitet sich vom griechischen 'rhodeios' (rosenrot) ab, wegen der meist rosaroten Rhodiumverbindungen.

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