Quecksilber (Schmucklexikon)
Grch-lat.: hydrargyrum; engl.: mercury (quciksilver); franz.: mercure; span., ital.: mercurio.
Chemisches Symbol: Hg
Chemisch-physikalische Eigenschaften
Quecksilber ist ein silberglänzendes flüssiges Metall, das bei -39 °C zu einem weichen und gut dehnbaren Feststoff erstarrt. Es ist das einzige Metall und neben Brom das einzige Element, das bei Zimmertemperatur flüssig ist.
Bei Raumtemperatur ist Quecksilber beständig gegen Luft und Wasser, weshalb es auch zu den
Edelmetallen gerechnet wird. Oberhalb von 300°C oxidiert es und verliert dann seinen Glanz.
Viele Metalle sind in Quecksilber löslich. Die dabei entstehenden
Legierungen nennt man Amalgame. Diese besitzen direkt nach der Herstellung eine teigige, plastisch formbare Konsistenz, härten schnell aus und sind dann chemisch recht widerstandsfähig. Seine bekannteste Verwendung erhält Amalgam wohl in der Form von Zahnfüllungen.
Die Darstellung von Quecksilber wurde bereits 315 v. Chr. von Theophrastus beschrieben. Jedoch wurde Quecksilber schon viel früher erwähnt und verwendet. Die Quellen reichen bis 2.500 vor Christus zurück. Auch die Verwendung von Amalgamen war bereits spätestens den Römern bekannt.
Physiologische Eigenschaften
Quecksilber gehört für den Menschen nicht zu den essenziellen Stoffen, ist jedoch - besonders dampfförmig und in vielen seiner Verbindungen - sehr giftig. Die toxische Menge von Quecksilberdämpfen wird mit 0,1 mg je Kubikmeter Luft angegeben. Quecksilbervergiftungen werden auch Mercurialismus genannt.
Technische Eckdaten von Quecksilber
Verwendung
Elementares Quecksilber findet Verwendung zum Beispiel in Thermometern und weiteren Laborinstrumenten, Batterien und Quecksilberdampflampen. Der weitaus größte Teil der Quecksilberproduktion wird jedoch für die Herstellung von Quecksilberverbindungen bzw. Quecksilberlegierungen (Amalgamen) verwendet.
Vorkommen und Verfügbarkeit
Quecksilber ist ein relativ seltenes Element. Es ist mit etwa 0,00005% am Aufbau der Erdkruste beteiligt und liegt damit an 62. Stelle in der Rangfolge der Elementhäufigkeit. Wichtige Lagerstätten finden sich in Europa, China, den GUS und den USA.
Quecksilber in der Schmuckherstellung
In der Schmuckherstellung spielte Quecksilber schon in der Antike eine große Rolle bei der
Feuervergoldung,
Versilberung sowie bei der Gewinnung von
Edelmetallen. Aufgrund seiner Giftigkeit wird Quecksilber heute in der Schmuckherstellung nur noch in Ausnahmefällen eingesetzt.
Herkunft des Wortes 'Quecksilber'
Das althochdeutsche Wort 'quecsilbar' bedeutet 'lebendiges Silber'.
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