Lateinisch: platinum; engl.: platinum; franz.: platine; span.: platino; ital. platino.
Chemisches Symbol: Pt
Platin ist ein grauweißes, sehr dehnbares, gegen Luft und Säuren sehr resistentes und sehr schweres Edelmetall. Es wurde in Europa erst in der Mitte des 18. Jahrhunderts als neues Metall beschrieben, war jedoch in Südamerika und Ägypten schon viel früher bekannt, wobei es durchaus möglich ist, dass man es für eine Silbervariante hielt.
- Platin ist sehr beständig gegen Luft und Säuren, daher vollkommen anlaufsicher.
- Platin ist sehr dehnbar und härter und schwerer als Gold.
- Platin ist relativ knapp, daher wertvoll und als Geldanlage geeignet (Ungefährer Grammpreis ohne MWSt am 20. März 99: EUR 11,50)
- Durch Legierung mit anderen Metallen können die optischen und die mechanischen Eigenschaften von Platin verändert und den Bedürfnissen angepasst werden.
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Allerdings liegt der Schmelzpunkt von Platin mit 1.772 Grad Celsius über der Temperatur, die mit den normalen Lötflammen der Goldschmiede erreicht werden kann, weswegen zur Verarbeitung von Platin teure Spezialapparaturen notwendig sind.
Technische Eckdaten

Ordnungszahl: 78

Relative Atommasse: 195,09

Verbindungen: 2-wertig, 4-wertig
Dichte: 21,45 g/ccm
Schmelzpunkt: 1.772 °C
Siedepunkt: 3.827 °C
Mohs-Härte: 4,3 (weichgeglüht)

Vickers-Härte: 40 - 100
Linearer Wärmeausdehnungskoeffizient: 9,0
Herkunft des Wortes 'Platin'
Das Wort wurde entlehnt vom im 18. Jh. im Spanischen für Platin entstandenen 'platina del Pinto', einer Verkleinerungsform von 'plata' (Silber) sowie eines Flussnamens, aus dem das Metall gewonnen wurde.
'smarti'
schick, schlau und durchtrieben
mit Gold und Platin
Schmuck von Etla Breyer-König, Pforzheim. |
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Gewichtsvergleich Platin
Ein 1-EURO-Stück (Original 7,5 Gramm) aus Platin würde ungefähr wiegen:

21,4 Gramm aus Platin rein

20,2 Gramm aus Platin 960
Die wichtigsten Platinlegierungen für die Schmuckherstellung
- Platin rein, auch Platin 999 (99,9 % Platin) ist für die Schmuckherstellung zu weich und wird dort selten verwendet.
- Platin 960 (96 % Platin) ist die häufigste für Schmuck verwendete Legierung
- Platin 950 (95% Platin) ist die niedrigste Legierung, die noch mit dem Platinstempel Pt. gestempelt werden soll.
- Platin 800 (80% Platin) wird als Platin-Iridium-Legierung ebenfalls für Schmuck verwendet.
- Platinin ist keine Platin-, sondern eine Kupferlegierung.
- Aluminiumplatin (Pt340Al660) ist eine recht exotische, leuchtend gelbe Legierung aus Platin und Aluminium. Ihr Schmelzpunkt beträgt 1.550°C, die Dichte liegt bei 8 g/cm3. Die Legierung ist chemisch sehr resistent, sehr hart und spröde.
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Als Legierungspartner für Schmuckplatin werden meist
Kupfer,
Palladium und
Iridium verwendet. Neuere Studien an der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore zeigten eine erfolgversprechende, sehr harte Legierung mit 3,2%
Chrom auf.
Platinnebenmetalle
Abgesehen von
Palladium werden die
Platinnebenmetalle Iridium,
Osmium,
Rhodium,
Ruthenium in der Schmuckherstellung nur als Legierungszusätze verwendet.
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