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Palladium (Schmucklexikon)
Lateinisch: palladium; engl.: palladium; franz.: palladium; span.: paladio; ital. palladio.
Chemisches Symbol: Pd
Palladium ist ein silberweiß metallisch glänzendes, sehr zähes sowie äußerst gut schmied- und walzbares Edelmetall. Es ist das unedelste Element aus der Gruppe der Platinmetalle, fast nur halb so schwer wie Platin, aber praktisch genauso weiß und deutlich härter. Palladium ist beständig gegen Anlaufen und Korrosion.
- Palladium ist anlaufbeständig.
- Palladium ist wesentlich härter als Gold, auch härter und zäher als Platin.
- Palladium ist relativ knapp, daher wertvoll und als Geldanlage geeignet (ungefährer Grammpreis ohne MwSt. am 16. Juli 2010 EUR 11,16), jedoch unterliegt der Palladiumpreis außerordentlichen hohen Schwankungen.
- Durch Legierung mit anderen Metallen können die optischen und die mechanischen Eigenschaften von Palladium verändert und den Bedürfnissen angepasst werden.
Technische Eckdaten
Gewichtsvergleich Palladium
Ein 1-EURO-Stück (Original 7,5 Gramm) aus Palladium würde ungefähr wiegen:
- 11,9 Gramm aus Palladium rein
- 11,7 Gramm aus Palladium 950
Palladium in der Schmuckherstellung
Palladium wird als Schmuckmetall leider relativ selten verwendet. Einerseits ist es bei Goldschmieden wegen seiner hohen Verarbeitungstemperaturen wenig beliebt, zum anderen ist dieses Platinmetall in reinem Zustand zwar silberweiß, in den zur Schmuckherstellung verwendeten Legierungen jedoch oft mehr oder weniger hellgrau; wegen seiner unspektakulären Farbe ist Palladiumschmuck also nur für sehr selbstbewusste Käufer befriedigend. Außerdem hat es Palladium bei Goldschmieden aufgrund außerordentlich hoher Preisschwankungen während der letzten Jahrzehnte und der damit verbundenen schlechten Kalkulierbarkeit verscherzt.
Als Legierungsmetall für Weißgold (Palladium-Weißgold) wird Palladium jedoch sehr intensiv verwendet.
Feinpalladium
Barren zu 10 Gramm. |
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Die wichtigsten Palladiumlegierungen für die Herstellung von Schmuck
- Palladium rein, auch Palladium 999 bzw. Feinpalladium (99% Palladium) ist für die Schmuckherstellung, zumindest für die Herstellung von Fingerringen zu weich.
- Palladium 960 bzw. 950 (96% bzw. 95% Palladium), auch Juwelierpalladium genannt, wird für die Herstellung von Schmuck verwendet. Es gibt verschiedene Varianten von Palladium 960/950. Als Legierungsmetalle kommen z.B. Kupfer, Ruthenium, Iridium, Rhodium oder Silber zum Einsatz, weshalb die Bezeichnung Palladium 950 alleine nicht sehr aussagefähig bezüglich der Materialeigenschaften ist.
- Palladium 800, 750, 590, 500 sind ebenfalls weit verbreitete Palladiumlegierungen (siehe Palladium 950).
- Indiumpalladium (z.B. Pd500In500 bzw. Pd600In400) sind recht exotische kupferrote bis goldgelbe Legierungen aus Palladium und Indium. Ihr Schmelzpunkt beträgt 900-1.290°C, die Dichte liegt bei 10,6 g/cm3. PdIn hat eine akzeptable Härte, jedoch eine hohe Sprödigkeit. Solche Legierungen finden Verwendung als goldfarbene, aber dennoch goldfreie Dentallegierungen. Ein Patent des Schweizer Professors Dr. Samuel Steinemann aus dem Jahre 1994 beschreibt Verfahren, mit dem sehr feine PdIn Korngrößen unter 50µ erzeugt werden könnten, sodass die Legierung schmiedefähig werden könnte. Versuche diesbezüglich könnten vielversprechend sein, da das Farbspiel der Legierungsvarianten die Voraussetzung erfüllt, die bei Spangold zu faszinierenden Oberflächeneffekten führt.
- Precium ist ein Markenname für eine weiße Palladium-Silber-Legierung (25% Palladium, ca. 62-75% Silber).
Andere Platinnebenmetalle
Andere Platinnebenmetalle wie Iridium, Osmium, Rhodium, Ruthenium werden in der Schmuckherstellung nur als Legierungszusätze verwendet.
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