Verwendung
Niob spielt eine große Rolle als Legierungsbestandteil für Sonderstähle.
Vorkommen und Verfügbarkeit
Niob kommt in der Natur praktisch ausschließlich in Form von Tantal-Niob-Mischerzen vor. Die Trennung der beiden recht ähnlichen Metalle ist relativ aufwändig und kostspielig. Gediegenes Niob kommt auf der Erde nicht vor, das wichtigste Niob-Mineral ist Columbit. Niob ist mit 0,019% am Aufbau der Erdkruste beteiligt und liegt damit an 34. Stelle in der Rangfolge der Elementhäufigkeit.
Der Großhandelspreis liegt als Pulver bei ca. 1.110 € / Kilo (99,85% rein, Oktober 2005) bzw. als Tabletten bei etwa 2.825 € / Kilo (99,9% rein, Oktober 2005).
Niob in der Schmuckherstellung
In der Schmuckherstellung wird Niob als Legierungszusatz in kleinen Mengen verwendet.
Niob eignet sich aufgrund seines interessanten bläulichen Schimmers auch als Hauptmetall für die Schmuckherstellung, besonders für Piercing-Schmuck. Auch Niob-Sondermünzen wurden schon geprägt. Das Metall ist ungiftig und gilt als allergiesicher. Dem steht jedoch entgegen, dass Niob aufgrund der sich bildenden oberflächlichen Oxidschicht abriebgefährdet ist, d.h. unter mechanischer Beanspruchung zu einer inhomogenen Oberfläche neigt. Ringe, besonders Eheringe, sollten daher allenfalls bedingt daraus hergestellt werden. Der hohe Schmelzpunkt und relativ hohe Kosten für die Beschaffung und Verarbeitung sind ebenfalls große Hindernisse, wegen derer Goldschmiede die Herstellung von Niobschmuck nur selten in Betracht ziehen.
Herkunft des Wortes 'Niob'
Das Element wurde nach der Niobe (Tochter des Tantalos) aus der griechischen Mythologie benannt.