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Nickel, 2. Teil (Schmucklexikon)
Nickel in der Schmuckherstellung
In der Schmuckherstellung wird Nickel als Legierungsmetall und zum Vernickeln eingesetzt.
Als Legierungsmetall für Silber kann es die Härte der Legierungen erhöhen, in Weißgold ( Nickelweißgold, ' unedles Weißgold') verwendet. Auch Kupfer wird durch einen 15%igen Nickelanteil vollständig die Farbe entzogen.
Die Vernickelung wird eingesetzt, um unedleren Metallen Korrosionsbeständigkeit und spiegelnden Hochglanz zu verleihen. Der kühle Glanz von vernickeltem Tombak und Messing war besonders im Art Déco der 20er Jahre sehr beliebt. Heute ist dieses Verfahren weitgehend durch die Verchromung ersetzt.
Wegen der zunehmenden Sensibilisierung gegenüber Nickelallergien wurde in den letzten Jahren zunehmend auf die Verwendung von Nickel im Schmuckbereich verzichtet.
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Andere Nickel-Bezeichnungen
- Kupfernickel ist die Kurzbezeichnung für Kupfer-Nickel-Legierungen.
- Unter 'nickelig' ('nicklig') versteht der Duden 'frech, mutwillig' (auch 'Nickeligkeit', 'Nickligkeit)'.
- Die Nickelhochzeit wird nach 12-jähriger Ehe gefeiert.
- Mond-Nickel wurde das hochreine Nickel genannt, das durch die 1889 durch den Kasseler Chemiker Ludwig Mond erfundene Destillation von Nickelcarbonyl erzeugt werden konnte.
- Für das in den USA seit 1865 herausgegebene 5 Cent Stück (damals Kupfer-Nickel 75/25) hat sich die Bezeichnung 'nickel' durchgesetzt. Die tatsächlich für das Geldstück verwendete Legierung hat sich seitdem jedoch mehrfach verändert, und der Nickelanteil wurde in den Jahren zwischen 1942 und 1945 sogar durch Silber ersetzt (35% Silber, 9% Mangan, Rest Kupfer).
- Ein früheres 10 Pfennig Stück (Deutsches Reich, 1873) wurde im Volksmund Nickel genannt.
- Argyrine ist eine französische Münz-Legierung mit 15% Nickel, 75% Kupfer und 10% Zink (Neusilber).
- Maillechort ist eine französische Münz-Legierung mit Nickel-Anteil, die für die Medaillenprägung zugelassen wurde.
- Das deutsche 5 Mark Stück bestand seit 1975 aus Magnimat, einem Nickel-Kern, der beidseitig durch Kupfernickel (75/25) eingeschlossen war. Magnimat wird auch für die inneren Scheiben der Euro-Münzen verwendet. Die besonderen magnetischen Eigenschaften von Magnimat ermöglichen die hohe Automatensicherheit der Münzen.
- Loony wird die kanadische 1$ Münze aus vergoldetem Reinnickel genannt.
- Platinin ist eine silberweiße, nicht anlaufende Kupfer-, Nickel-, Zink-, Wolfram-Legierung.
- American Silver (später Feuchtwanger's Composition) wurde eine 1831 bzw. 1838 in den USA durch Dr. Lewis Feuchtwanger entwickelte Nickellegierung für Münzen genannt, die sich jedoch nicht durchsetzen konnte. Das Münzmetall hatte eine Zusammensetzung von 16,6% Nickel, 67% Kupfer, 12% Zink, 3,2% Silber und 1% Eisen.
- Perusilber ist eine Legierung mit 30-65% Kupferanteil, 30-40% Silber und 5-30% Nickel.
Herkunft des Wortes 'Nickel'
Wahrscheinlich war ein Nickel (bzw. Nöck) das männliche Gegenstück einer Nixe, sicher jedoch ein Bergkobold. Nach ihm wurde im Schwedischen von den Bergleuten ein Nickelerz benannt ('kopparnickel' = Kupfernickel), ähnlich wie auch Kobalt eigentlich 'Kobold' heißt. Die Bergleute benutzten das Wort als Scheltwort, da es ihnen nicht gelang, aus dem Erz Kupfer zu gewinnen. Möglich wäre auch eine Herkunft aus dem böhmischen 'Nikeliwek', was 'gar nichts' heißt.
Der schwedische Entdecker des Elementes gab 'seinem' Metall den Namen 'Nickel' in Anlehnung an den schwedischen Namen des Erzes, aus dem es gewonnen wurde. |
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