Außer den farbigen Elementen
Gold und
Kupfer haben alle Metalle eine recht unscheinbare Farbe zwischen Mittelgrau und Weiß. Die der Menschheit schon recht früh bekannten Kupferlegierungen
Bronze und
Messing erweiterten das verfügbare Farbspektrum besonders um Brauntöne, die antiken
Goldlegierungen reichten in ihrer Farbigkeit von
Rotgold über
Gelbgold und
Grüngold bis zu
Weißgold bzw. dem blassen
Elektrum. Damit war die Farbwelt reiner Metalle und Legierungen auch schon erschöpft. Erst in der Neuzeit wurden exotischere Edelmetalllegierungen, z.B. die
Farbgolde Magentagold und
Blaugold, entwickelt, jedoch sind diesen wegen ihrer problematischen Materialeigenschaften und ihres hohen Preises bei der Verarbeitung zu Schmuck sehr enge Grenzen gesetzt.
Lackierung
Um Metalloberflächen andere Farben zu verleihen, bietet sich zunächst Lackieren an. Da eine Lackschicht jedoch aufträgt, die Oberfläche spaltfüllend glättet und zudem völlig andere physikalische Eigenschaften aufweist als das darunter liegende Metall, ist diese Methode aus materialästhetischen Gesichtspunkten unbefriedigend - schließlich spielt es nach einer Lackierung keine große Rolle mehr ob der lackierte Gegenstand beispielsweise aus Gold oder
Eisen war. Für Schmuck verbietet sich die Lackierung im Allgemeinen schon deshalb, weil Lacke zu weich für Schmuckoberflächen sind.
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Schematische Darstellung eines Gegenstandes aus Silber mit rauher Oberfläche
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Lackierung
Eine Lackschicht trägt auf und glättet die Oberfläche.
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Galvanische Beschichtungen
Ähnliche Einwände kann man gegen galvanische Beschichtungen wie zum Beispiel die
Vergoldung oder die
Rhodinierung vorbringen. Auch sie tragen auf (allerdings im weit geringerem Maße) und weisen andere Materialeigenschaften auf als das Trägermetall. Rhodinierter Silberschmuck sieht eben aus und fühlt sich an wie Rhodium und nicht wie Silber. Immerhin kann bei galvanischen Beschichtungen die Oberflächenstruktur weitgehend erhalten werden und bestimmte solche Veredelungen können auch hinsichtlich ihrer Haltbarkeit bei der Schmuckherstellung Verwendung finden.
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Vergoldung
Bei der Vergoldung wird eine dünne Schicht Gold galvansich aufgetragen.
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Beim Sulfieren wird die Oberfläche chemisch verändert: Silber wird teilweise zu Schwefelsilber. Es entsteht aber kein Auftrag, die Oberflächenstruktur bleibt erhalten.
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Legende
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Echte Metallfärbung
Bei der echten Metallfärbung dagegen werden keine Farbschichten aufgetragen, sondern die Oberflächenschicht selbst wird chemisch verändert, indem Metallatome oxidiert oder in ihre Salze umgewandelt werden. Dies kann elektrolytisch geschehen (z.B.
Anodisieren von
Titan), mittels Hitze (Erzeugung von Anlauffarben) oder durch Chemikalien. Metallfärbungen färben mit hoher Maßhaltigkeit, bei weitgehender Erhaltung von Oberflächenstrukturen. Ihre Härte ist oft recht gering, was gefärbte Metalle empfindlich gegen
Abrieb macht. Anders als jedoch Lackierungen und galvanische Beschichtungen bilden Metallfärbungen keine geschlossenen Oberflächen, sondern es bleiben auch stets ungefärbte Metallpartikel sichtbar. Aus diesem Grund wirkt die Abtragung durch Abrieb bei Metallfärbungen meist nicht übermäßig störend. Hinzu kommt, dass viele der Färbemethoden sich ohnehin bildende
Patina imitieren, d.h. die Färbung sich zum Teil von selbst regenerieren kann bzw. sie auch unbeabsichtigt entsteht. Dies gilt zum Beispiel für die
Silbersulfierung.
Bekannte Metallfärbeverfahren sind zum Beispiel die
Brünierung, die
Sulfierung,
Niello sowie das japanische
Shakudo. Zu den gefärbten Goldlegierungen gehören
Farbgolde wie beispielsweise
Braungold und einige
Blaugoldsorten.