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Malachit (Schmucklexikon)

Malachit ist auffällig und unverkennbar aufgrund seiner typischen hell- bis schwarzgrünen Bänderung, die durch unterschiedliche Ausformungen seiner feinkristallinen Struktur entstehen. Größere homogene und dadurch einfarbige Lagen kommen nur selten vor.

Malachit ist ein Verwitterungsprodukt von Kupfererzen und besteht aus basischem Kupferkarbonat (Cu2[(OH)2|CO3]), einer relativ labilen Kupferverbindung, die sich ab etwa 100°C in Kupferoxid umwandelt. Auch Säuren und Ammoniak greifen das Mineral schnell an.



Malachit

in Navetteform
(von der Seite und von oben)

MalachitKlick für Großdarstellung MalachitKlick für Großdarstellung



Mit einer Mohshärte von nur 3,5 bis 4 ist Malachit mit einem Messer noch leicht ritzbar und damit zur Verarbeitung als Schmuck problematisch weich. Dennoch ist das Mineral als Schmuck- und Dekorstein sehr beliebt, wobei seine Oberfläche oft mit Kunstharzen gehärtet wurde.

Die Strichfarbe von Malachit ist grün, und seine Dichte liegt bei 3,25 bis 4,1. Malachit ist undurchsichtig, nur in sehr dünnen Lagen leicht durchscheinend.



Malachit

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Ausschnitt eines Steins mit 'Augen'

MalachitKlick für Großdarstellung MalachitKlick für Großdarstellung



Malachit wurde im Altertum schon sehr früh verwendet und findet sich beispielsweise in ägyptischem, griechischem und römischem Schmuck. Daneben fand Malachit als Malpigment und Augenschminke Verwendung sowie schon vor mindestens 3.500 Jahren als Lot bzw. Flussmittel zum kolloidalen Hartlöten (siehe Granulation).

Bei der Verarbeitung von Malachit können mit dem Staub feinverteilt Kupfer und Nickel eingeatmet werden, weshalb besondere Schutzvorkehrungen zu treffen sind.


Der Name Malachit leitet sich wahrscheinlich vom griechischen Wort 'malache' für 'Malve' ab und verweist auf die grüne Farbe des Steins. Denkbar wäre aber auch eine Herkunft aus dem griechischen Wort 'malakos' für 'weich'.




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