Legierungen (Schmucklexikon)
Legierungen werden erzeugt, indem man zwei oder mehrere Metalle (oder auch Metalle mit Nichtmetallen) zusammenschmilzt. Die so entstehenden Materialien weisen oft neue Eigenschaften auf, die denen der reinen Metalle überlegen sind, z.B hinsichtlich Härte, Dehnbarkeit, Farbe oder Beständigkeit gegen
Korrosion.
Bisweilen ähnelt eine Legierung ihren Ausgangsmetallen kaum noch, wie zum Beispiel das gelbe, harte und spröde
Messing, das 50-95 %
Kupfer enthält oder
Weißgold, das zwar zu 55-75 % aus
Gold besteht, dem aber durch den Zusatz von z.B.
Palladium die Farbe vollkommen entzogen wird. Mitunter können bereits sehr geringe Mengen (unter 0,5%) von Legierungsmetallen die Legierungseigenschaften stark verändern.
Die aus geschichtlicher Sicht wichtigste Legierung ist die
Bronze, da mit ihr der Menschheit zum ersten Male ein hartes Material zur Verfügung stand, das im Gussverfahren verarbeitet werden konnte und damit Werkstücke vervielfältigbar wurden.
'smarti'
schick, schlau und durchtrieben
mit Gold und Platin
Schmuck von Etla Breyer-König, Pforzheim.
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Beim Goldschmieden werden nur selten Metalle im reinen Zustand benutzt, da deren Eigenschaften oft ungenügend sind. So ist zum Beispiel reines Gold fast mit dem Fingernagel ritzbar (
Mohshärte 2,5 - 3). Oft schmelzen sich Goldschmiede ihre Legierungen selbst, bisweilen nach geheimen Rezepturen. Die gängigsten Edelmetalllegierungen werden von Scheideanstalten in verschiedenen Konfektionen angeboten.
Die klassische Legierung der Goldschmiede ist die Dreistofflegierung Gold - Silber - Kupfer. In verschiedenen prozentualen Anteilen ergeben sich Gelbgoldlegierungen mit unterschiedlichen Eigenschaften und Färbungen. Mit geringen Zusätzen anderer Metalle lassen sich die Materialeigenschaften der Legierungen noch weiter steuern. So können zum Beispiel kleine Mengen (max. 5%)
Zink zum Senken der Schmelztemperatur oder als Antioxidationsmittel zugefügt werden. Blei dagegen kann schon in sehr kleinen Mengen (Bruchteile eines Prozentes) Goldlegierungen stark verspröden lassen.
Eine besondere Rolle spielt die Art der Legierung für
Allergiker. So sind beispielsweise spezielle nickelfreie Legierungen (z.B.
Manganweißgold statt
Nickelweißgold) auf den Markt gekommen, um Schmuck für die zunehmende Zahl der Nickelallergiker anbieten zu können. Siehe auch
Nickelallergie.
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Legierungsrechner
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