Der Karneol ist eine rote (fleischrot bis braunrot) Varietät von Chalcedon, gehört daher mit beispielsweise Achat, Chrysopras, Heliotrop, Jaspis, Onyx und Sarder zu der Gruppe der sogenannten mikrokristallinen Quarze. Karneol ist trüb durchscheinend, mit wolkiger Farbverteilung im Durchlicht. Die rote Farbe des Karneol beruht auf seinem Eisengehalt.
Mit einer Mohshärte von 6,5 -7 ist der Karneol noch mit einer Stahlfeile ritzbar und etwa so hart wie Achat oder Peridot. Die Dichte liegt zwischen 2,58 und 2,64.
(Siehe auch Glossar: Härte von Mineralien)
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Ein facettierter, kleiner Karneol
(5x5x4 mm, 0,5 ct., ca. 45 €)
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Karneol wird weit verbreitet gefunden. Wichtige Lagerstätten sind besonders in Indien, Brasilien, Madagaskar und Uruguay, die feinsten Sorten kommen aus Indien. Die meisten der heute auf dem Markt befindlichen "Karneole" sind jedoch keine Karneole, sondern gefärbte Achate aus Brasilien oder Uruguay.
Geschichtliches zu Karneol
Karneol gehört zu den schon sehr früh verwendeten Edelsteinen. So ist er beispielsweise auch Bestandteil des berühmten 'Ring von Tello', einem für die damalige Zeit unglaublich kunstvoll gearbeiteten Goldring, der etwa 2.500 v. Chr. entstand und im Ostiran, bei der Stadt Tello gefunden wurde (heute im Louvre). Weitere berühmte Karneolringe sind ein im ägyptischen Stil geschnitzter, drehbarer, phönizischer Siegelring in Skarabäus-Form aus dem 6. vorchristlichen Jahrhundert (heute im British Museum, London) sowie ein aus der gleichen Zeit stammender, ebenfalls drehbarer, etruskischer Siegelring, der als Intaglio Poseidon zeigt (heute Bilbiothèque Nationale, Paris). Auch im Grab des Tutanchamun wurde ausgiebig von Karneol Gebrauch gemacht.
Herkunft des Wortes
Über die Herkunft des Namens Karneol (auch 'Carneol') existieren unterschiedliche Erklärungen: Nach der einen ist der Karneol wegen seiner Farbe nach der Kornelkirsche (Cornus mas, von lat. cornu = hölzern) benannt. Nach der anderen leitet er sich von carneolus = fleischfarben ab.
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