Wenn man im Zusammenhang mit
Edelsteinen von Imitationen spricht, sind keine bestimmten Steinsorten gemeint, sondern allgemein Schmucksteine, wenn sie andere Steine imitieren sollen.
In der einfachsten Variante kennen wir solche Nachahmungen als die Kunststoff-Edelsteine der Ringe aus Kaugummi-Automaten, mit denen für Kinder wirkliche Edelsteine imitiert werden. Farbiges
Glas wurde schon im alten Ägypten verwendet, um die damals noch raren echten Edelsteine zu ersetzen. Doch Imitationen müssen nicht unecht oder wertlos sein. So wird geschliffener
Bergkristall oft zur Imitation anderer farbloser Schmucksteine verwendet, Zirkone (nicht zu verwechseln mit Zirkonia) verwendet man gerne als
Diamant-Imitationen, und die meisten im Handel befindlichen
Karneole sind in Wirklichkeit gefärbte Achate.
Fischdose
Exklusives Meisterstück für Liebhaber
aufwändigster Handwerkskunst.
Unikat aus Silber und Email von Uschy Schleipfer, Frankfurt.
|
|
  |
Gerne wird der Begriff 'Imitation' mit '
Synthese' verwechselt. Doch während der erstere einen Verwendungszweck beschreibt, bezeichnet der zweitere die künstliche Entstehungsart. So kommen beispielsweise synthetische Spinelle gerne als
Turmalin-Imitationen zum Einsatz.
Aufgrund des hohen Preises wird besonders der Diamant imitiert, z.B. durch Glas, Bergkristall oder Zirkon, wesentlich überzeugender jedoch durch moderne
Synthesen wie Strontium-Titanat (
Dialit), YAG oder KSZ (Zirkonia). Zu besonderer Berühmtheit brachte es die 1758 durch den Wiener Joseph Strasser entwickelte Diamantimitation Strass, eine stark lichtbrechende Bleiglassorte, die - für die damalige Zeit - so erstaunliche Ähnlichkeit mit Diamant aufwies, dass sich Kaiserin Maria Theresa genötigt sah, sie zu verbieten - was freilich den Markterfolg nur kurzzeitig aufzuhalten vermochte. (Andere Quellen geben als Erfinder von Strass, bzw. 'Simili' den französischen Juwelier G. F. Stras, 1701-1773 an.)
Gute Imitationen überzeugen durch weitgehende Übereinstimmung möglichst vieler typischer Eigenschaften der nachzuahmenden Edelsteine, nicht nur der Farbe und Transparenz, sondern auch beispielsweise von Lichtbrechung, Glanz,
Strichfarbe,
Härte und
Dichte.
Dies ist nicht die Webpräsenz der präsentierten Goldschmiede und Goldschmiedinnen, und sie spiegelt nicht deren Meinung wider, aber sie ist inspiriert durch deren Schmuck und mit diesem illustriert.
Für die Aktualität, Richtigkeit oder Vollständigkeit der Informationen wird keine Gewähr übernommen. Es wurde sehr sorgfältig recherchiert, dennoch haben sich mit Sicherheit Ungenauigkeiten und Fehler eingeschlichen. Entsprechende Mitteilungen oder Anregungen zur Entwicklung dieser Website sind sehr erwünscht. Benutzen Sie dazu bitte Feedback oder die Kontaktadressen. Alle Rechte vorbehalten!
|