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Gold (Schmucklexikon)Lateinisch: aurum; engl.: gold; franz.: or; span.: oro; ital. oro.Chemisches Symbol: Au Gold ist aufgrund seiner herausragenden Materialeigenschaften, besonders der Farbe, eines der wichtigsten Edelmetalle zur Schmuckherstellung:
Technische Eckdaten
Wirtschaftliche Eckdaten Im Jahr 2000 wurden weltweit etwa 2.555 Tonnen Gold gefördert, im Jahr 2001 2.671 t und 2002 rund 2.500 t. Dabei waren die wichtigsten Förderländer (2000): Südafrika (428 t), USA (354 t), Australien (349 t), China (162 t), Kanada (154 t), Russland (144 t) und Peru (133 t). Der weltweite Goldverbrauch lag im Jahr 2000 bei etwa 3.793 t und sank 2001 um 5% auf 3.612 t, davon wurden ca. 300 t in der Schmuckbranche verbraucht. (Die Differenz zur Fördermenge ergibt sich aus auf den Markt kommenden Altgoldbeständen.) An der zweiten Stelle der Verbraucher lag die Elektronikbranche, dann die Münzherstellung. Die wichtigsten Absatzländer waren Indien und die USA. Der weltweit größte Goldverarbeiter ist Indien mit ca. 800 Tonnen jährlich, davon 500 t in der Schmuckindustrie. Die bisher insgesamt, weltweit geförderte Goldmenge schätzt man auf 145.000 Tonnen, was einem Würfel mit nur etwa 19,6 Metern Kantenlänge entspricht. Dem gegenüber betragen die Weltvorräte, also die derzeit bekannten Lagerstätten, ca. 55.000 Tonnen.
Als Wertanlage hat Gold nahezu ideale Eigenschaften:
Eine der wichtigsten Eigenschaften, durch die Gold für die Darstellung von Werten prädestiniert ist, ist paradoxerweise, dass es im eigentlichen Sinne wertlos, das heißt unnütz ist. Gold ist zwar auffällig, man hat es relativ früh entdeckt und damit umzugehen gelernt, aber im Vergleich zu anderen Metallen ist es zu weich, und man konnte nicht viel mit ihm anfangen. In vielen Kulturen wurde Gold daher auch als wertlos erachtet und weggeworfen (siehe auch Schmucklexikon Goldwährung). Doch Gold ist auch nicht unumstritten, und schon Plinius der Ältere wetterte 77 nach Christus in seiner 'naturalis historia': "Das schlimmste Verbrechen gegen die Menschheit hat der begangen, der als erster Gold an die Finger steckte." In der Sprache der Azteken hieß Gold übrigens 'teocuitlatl' - was so viel wie 'Götterscheiße' bedeutet und womit die Ausscheidungen des Sonnengotts gemeint waren. Auch in dem meisten anderen Kulturkreisen wird Gold mit der Sonne bzw. Sonnengöttern und mit Licht assoziiert. Im chinesischen Yin-Yang-System steht das Gelbmetall für Yang.
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