Glyptik (Schmucklexikon)
Unter Glyptik versteht man das handwerkliche oder industrielle Einarbeiten von plastischen Bildern oder Symbolen in
Edelsteine bzw. Schmucksteine. Anders als die deutsche Bezeichnung 'Steinschneidekunst' nahelegt, erfolgt dies jedoch gewöhnlich nicht mit Schneideverfahren, sondern mit Schleiftechniken. Erst seit neuerer Zeit spielen auch computergesteuerte Laser in der Massenproduktion eine gewisse Rolle.
Steine mit Intaglios, also vertieften Darstellungen, bezeichnet man gewöhnlich als Gemmen, wenn die Bilder erhaben sind, spricht man von Kameen. Gravuren dagegen sind vertiefte Darstellungen mit einer nur geringen räumlichen Tiefe, sie werden deshalb eher als Zeichnungen denn als plastische Darstellungen empfunden.
Da der Begriff Edel- bzw. Schmucksteine unscharf ist, ergeben sich Grenzfälle, z.B. für sog. organische Edelsteine wie
Elfenbein (Elfenbeinschnitzerei) oder für künstliche Mineralien wie Ton (Schnitz- bzw. Modelliertechniken).
Im Altertum wurden Gemmen und Kameen besonders häufig als
Siegel oder
Siegelringe verwendet, älteste Exemplare reichen bis mindestens ins dritte vorchristliche Jahrtausend zurück.
Dies ist nicht die Webpräsenz der präsentierten Goldschmiede und Goldschmiedinnen, und sie spiegelt nicht deren Meinung wider, aber sie ist inspiriert durch deren Schmuck und mit diesem illustriert.
Für die Aktualität, Richtigkeit oder Vollständigkeit der Informationen wird keine Gewähr übernommen. Es wurde sehr sorgfältig recherchiert, dennoch haben sich mit Sicherheit Ungenauigkeiten und Fehler eingeschlichen. Entsprechende Mitteilungen oder Anregungen zur Entwicklung dieser Website sind sehr erwünscht. Benutzen Sie dazu bitte Feedback oder die Kontaktadressen. Alle Rechte vorbehalten!
|