Der älteste
Ohrschmuck ist aus Vorderasien und Ägypten bekannt. Er wurde dort bereits in der Jungsteinzeit (Präkeramisches Neolithikum, 8. bis 6. Jahrtausend v. Chr.) in Form von Ohrpflöcken und Ohrknöpfen getragen.
Aus der frühen Yangshao-Kultur (China, 5. Jahrtausend v. Chr.) stammt Schmuck, der neben bemalten Keramiken und Werkzeugen als Grabbeigaben im Dorf Banpo (4865 - 4290 v. Chr., nahe dem heutigen Xi'an) gefunden wurde. Neben geometrischen Mustern wie Dreiecken und Bandornamenten finden sich in dieser Kultur auch Tiermotive sowie menschliche Gesichter und Masken mit einem außerordentlich erstaunlichen Stilisierungsgrad (siehe Abbildung).
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"Maske und Fische",
Zeichnung auf einer
Schale aus Banpo
(Historisches Museum Beijing)
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Aus der Epoche der Liangzhu-Kultur (China, Delta des Yangzi-Flusses, 3.300 - 2.300 v. Chr.) fand man Schmuck aus Jade, ebenfalls als Grabbeigaben.
Der bislang früheste Fund von
Goldschmuck in England, eine Grabbeigabe aus der Nähe von Stonehenge, stammt aus der Zeit um 2.300 v. Chr. Der dort begrabene Mann war offenbar ein reisender Waffenschmied aus dem Alpenraum gewesen und hatte die Schmuckstücke eventuell nach England mitgebracht. Zumindest brachte er das Wissen um die Verhüttung und Bearbeitung von
Kupfer und
Gold.
Bronze war in Ägypten bereits um 3.500 v. Chr. bekannt, die eigentliche Bronzezeit wird auf das 21. - 17. Jh. v. Chr. datiert.
In China kannte man schon in der Erlitou-Epoche (20.- 17. Jahrhundert v. Chr.) den
Bronzeguss und Schmuck aus Bronze, zum Teil mit
Türkis-Einlagen. Selbstverständlich waren Bronzegegenstände zu dieser Zeit noch keine Massenartikel, und sie standen nur einer sehr kleinen sozialen Elite zur Verfügung.
Die eigentliche
Bronzezeit wird in China mit dem Beginn der Shang-Dynastie (16. - 11. Jh. v. Chr.) definiert. Den Bronze-Legierungen dieser Zeit wurde oft neben
Kupfer und
Zinn bis zu 16 %
Blei zugegeben, was der Bronze einen silbrigen Glanz gab. Gegossen wurde in Tonmodellen, der Guss in der verlorenen Form (à cire perdue) wurde wohl erst ab dem 5. Jh. v. Chr. in China angewandt.
In Europa datiert man den Beginn der Bronzezeit auf etwa 1.700 v. Chr.
Der älteste
Goldschmuck Amerikas ist wahrscheinlich
Ohrschmuck aus der Zeit um 1.000 vor Christus. Die unversehrten Schmuckstücke aus
Gold wurden von Archäologen in einem Pyramidengrab in Nordperu (Cajamarca) gefunden.
Unser Wort "Schmuck" ist etwa um 1600 aus dem niederdeutschen "smuck" entstanden, welches wiederum ein Ableitung von "smiegen" ("schmiegen") ist. Es hat also eine Bedeutungsänderung von "eng anliegen" bzw. "anschmiegen" stattgefunden.
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