Federringe (auch Federringverschlüsse, Springringe oder Springringverschlüsse genannt) sind die häufigste Verschlussart für Schmuckketten. Sie werden großtechnisch als Massenware hergestellt und sind in verschiedenen Materialien und Ausführungen (über den Materialwert hinaus) sehr preiswert zu erhalten.
Ein Federring ist eine Schließe, die aus einem etwa halbkreisförmigen Hohlrohr (A) besteht, in dem eine Stahlfeder einen beweglichen gebogenen Verschlussriegel (B) gegen einen feststehenden gebogenen Riegel (C) presst.
Es existieren auch eine einfachere Versionen dieses Verschlusses, bei denen das Hohlrohr etwa einen Dreiviertelkreis beschreibt und der bewegliche Riegel in dessen entgegengesetzt liegendes offene Ende gepresst wird (3. Abbildung).
Geöffnet werden kann die Schließe durch manuelles Zurückziehen des beweglichen Riegels entgegen der Federwirkung an einem hervorstehenden Hebel (D). An dem Verschluss ist gewöhnlich eine Öse (Einhängeöse) zur Verbindung mit einer Kette befestigt.
Aufgekommen ist dieser Verschluss für Schmuck wahrscheinlich Anfang des 20. Jahrhunderts.
Schmuckverarbeiter müssen darauf achten, das Federringe wegen der darin enthaltenen Stahlfedern weder stark erhitzt noch gebeizt oder galvanisiert werden.
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