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Farbgold (Schmucklexikon)

Goldlegierungen, die von Gelbgold und Weißgold abweichende Farben aufweisen, beispielsweise die Farbgoldlegierungen Grüngold, Rotgold, Roségold und Purpurgold. Farbgold im weiteren Sinne kann auch durch nachträgliche Oberflächenbehandlungen erzeugt sein, beispielsweise Blaugold, Schwarzgold und Braungold.


Ein kleiner Ausschnitt aus dem möglichen Farbspektrum:

Purpurgold
Grüngold
Feingold

PurpurgoldKlick für Großdarstellung GrüngoldKlick für Großdarstellung FeingoldKlick für Großdarstellung

Blaugold
Graugold
Schwarzgold

BlaugoldKlick für Großdarstellung GraugoldKlick für Großdarstellung SchwarzgoldKlick für Großdarstellung


Roségold
Rotgold
Braungold

RoségoldKlick für Großdarstellung RotgoldKlick für Großdarstellung BraungoldKlick für Großdarstellung


Die Referenz-Glieder rechts und links sind Silber 925 und Gelbgold 750.
Die Goldfarben wurden anhand des Hummer-Armbands von Uschy Schleipfer digital simuliert.


Farbgoldtypen

Obwohl die Bezeichnungen eine gewisse Analogie suggerieren, muss Farbgold differenzierter betrachtet werden. Während z.B. Grüngold, Roségold oder Rotgold sehr hochwertige Schmucklegierungen sein können, weist beispielsweise Purpurgold recht minderwertige Legierungseigenschaften auf und ist nur sehr eingeschränkt für Schmuckstücke verwendbar.

Schwarzgold, Braungold sowie Blaugold sind gewöhnlich nur durch Nachbehandlungen der Oberfläche farbig, also sozusagen 'angemaltes' Gold, und die zugrunde Legierung selbst kann z.B. Gelbgold sein und damit völlig andere Farbeigenschaften besitzen. Solches Farbgold ist in hohem Maße abriebgefährdet, und mechanisch stark beanspruchter Schmuck, besonders Fingerringe, kann daher allenfalls bedingt aus oberflächenbehandeltem Farbgold hergestellt werden.


Konzeptionelle Kritik an Farbgold

Aus konzeptioneller Hinsicht ist Farbgold, das nicht durchgefärbt ist, recht problematisch, denn schließlich wird die Verwendung teuerer Edelmetallegierungen für Schmuck unter anderem damit begründet, dass Gold 'edle' Eigenschaften besitze, also haltbar und unveränderlich sei, nicht anlaufe oder korrodiere. Solche Vorzüge weist jedoch oberflächenbehandeltes Farbgold nicht auf, und streng konzeptionell arbeitende Schmuckdesigner werden daher für farbigen Schmuck gegebenenfalls geeignetere Materialien wählen, beispielsweise Titan, Stahl oder Kunststoffe.

Rechtliche Konflikte können beispielsweise auftreten, wenn farbig oberflächenbeschichtetes Gold ohne entsprechende Kennzeichnung als Farbgold in den Handel kommt und der Kunde eine durchgefärbte und haltbare Legierung erwartet.


Feingehaltsstempelung von Farbgoldlegierungen

Farbgold darf in Deutschland ab einem Gehalt von mindestens 33,3% Gold als Gold bezeichnet und als solches (Gold 333) gepunzt werden, in fast allen anderen Staaten jedoch erst ab einem Goldgehalt von 37,5% (Gold 375) oder 58,5% (Gold 585).





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