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Elfenbein, 2. Teil (Schmucklexikon)


Zum Anfang des Artikels: 1. Teil


Geschichtliches über Elfenbein

Elfenbein wurde schon sehr früh als Material für Skulpturen und Schmuck verwendet. In der sogenannten Vogelherdhöhle im Lonetal wurden 34.000 Jahre alte (Aurignacien) Skulpturen (z.B. Mammut und Wildpferd) aus Mammut-Elfenbein entdeckt. Ebenfalls aus der Kulturstufe des Aurignacien stammt eine Mammutdarstellung aus Mammut-Elfenbein aus der Geißenklösterle-Höhle im Achtal.

Zu den bekanntesten frühgeschichtlichen Elfenbeinschmuck-Funden gehört ein in Russland (Sungir) entdecktes 28.000 Jahre altes Grab. Die dort bestatteten drei Personen waren mit über 4.000 auf Fellmützen und Umhänge aufgenähten Perlen aus Mammut-Elfenbein, einem Gürtel mit 250 Zähnen von Polarfüchsen und mehr verziert.

Aus dem Kunsthandwerk des Alten Ägypten und Mesopotamiens sind seit dem dritten vorchristlichen Jahrtausend viele Elfenbein-Gegenstände, vor allem Amulette, Skulpturen und Gebrauchsgegenstände, erhalten.

Bemerkenswert, weil wir ein solches Möbelstück in unserem Kulturkreis nicht kennen, ist eine Kopfstütze aus Elfenbein aus dem Grab des Tutanchamun (um 1.350 v. Chr.). Elfenbein wurde in diesem Grab reichlich gefunden, jedoch eher als Material für den Möbelbau als für Schmuck. (Und wenn man schon dabei ist, sich in diesen unermesslichen Schätzen umzusehen, sollte man auch einen Blick auf das seltsame Salbgefäß aus Alabaster und Elfenbein werfen, das an eine schräge Mischung zwischen indischer Kali, Berliner Bär und Uncle Sam erinnert ;-)


Während Afrika und Asien zu allen Zeiten wertvolle Elfenbeinschnitzereien lieferten, erlangte Elfenbein im christlichen Kulturraum lediglich im 4. bis 6. Jahrhundert (Rom, Oberitalien und Konstantinopel), im 10. bis 12. Jahrhundert (byzantinisch) sowie im Barock wesentliche Bedeutung.



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Herkunft des Wortes

Der Name 'Elfenbein' leitet sich nicht von 'Elfen', sondern von 'Elefantenbein' (mittelhochdeutsch 'helfenbein', althochdeutsch 'helfantbein') ab.






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