Lateinisch: chromium; engl.: chromium; franz.: chrome; span.: cromo; ital.: cromo.
Chemisches Symbol: Cr
Chemisch-physikalische Eigenschaften
Chrom ist ein silberglänzendes Metall, das in reinem Zustand dehnbar, jedoch schon bei geringfügiger Verunreinigung sehr spröde und hart ist.
Chrom ist beständig gegen Luft und Wasser und behält seinen Silberglanz auch bei feuchter Luft. Das Metall ist leicht löslich in Salzsäure, schwerer löslich in verdünnter Schwefelsäure. Durch den Einfluss einiger mineralischer Säuren (z.B. Salpetersäure) bildet Chrom eine passivierende Oxidschicht, d.h. es wird unempfindlich gegen die meisten Säureeinwirkungen.
Als Element wurde Chrom 1797 von Louis Nicolas Vauquelin entdeckt und - allerdings noch unrein - dargestellt.
Chrom ist für den Menschen ein essentielles Spurenelement. Chromverbindungen fallen oft durch ihre starke Farbigkeit auf, die löslichen Verbindungen von Chrom sind meist toxisch.
Technische Eckdaten
Verwendung
Chrom wird hauptsächlich als Legierungsmetall und als Überzug auf Metallen verwendet.
Als Legierungsmetall verleiht es Stahl schon geringen Mengen enorme Härte und Korrosionsbeständigkeit. Chrom-Nickel-Legierungen ('Nichrom') sind besonders hitzebeständig.
Als Überzug auf Metallen (Verchromung) dient Chrom als Korrosionsschutz (Hartverchromung) und optischer Verschönerung (Dekorverchromung). Dazu werden Chromschichten zwischen ca. 0,003 und 0,5 mm galvanisch aufgebracht.
Vorkommen und Verfügbarkeit
Gediegenes Chrom findet sich ausschließlich in Meteoriten. Als Erz (Chromit, FeCr2O4, Chromeisenstein) wird es beispielsweise in Südafrika und im Gebiet der GUS abgebaut.
Chrom ist mit 0,3 % am Aufbau der Erdkruste beteiligt und liegt damit an 20. Stelle in der Rangfolge der Elementhäufigkeit.
Chrom in der Schmuckherstellung
In der Schmuckherstellung wird Chrom praktisch ausschließlich in Form der Verchromung eingesetzt, für spiegelnden Hochglanz unedlerer Metalle. Der kühle Glanz von verchromtem
Tombak und
Messing war besonders im Art Déco Schmuck der 20er Jahre sehr beliebt.
Chromoxid (Cr2O3) wird als Schleifmittel ('Poliergrün') verwendet.
Herkunft des Wortes 'Chrom'
Das Wort ist aus dem französischen 'chrome' entlehnt, welches aus dem griechischen 'chroma' ('Farbe', wegen der starken Farbigkeit vieler Chrom-Verbindungen) abgeleitet.