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Cadmium, Kadmium (Schmucklexikon)


Lateinisch: cadmium; engl.: cadmium; franz.: cadmium; span.: cadmio; ital.: cadmio.
Chemisches Symbol: Cd



Chemisch-physikalische Eigenschaften

Cadmium ist ein silberweiß glänzendes und weiches Schwermetall, chemisch dem Zink ähnlich, aber edler und leichter schmelzbar. Es ist beständig gegen Luft und Wasser, wird jedoch durch oxidierende Säuren leicht angegriffen (Umwandlung in Salpetersäure zu Cadmiumnitrat (Cd(NO3)2), in Schwefelsäure langsam zu Cadmiusulfat (CdSO4) und in Salzsäure zu Cadmiumchlorit (CdCl2)). An der Luft bildet das Metall eine passivierende, graue Oxidschicht aus. Cadmium kann zu Drähten und Blechen ausgewalzt werden, ist ein guter elektrischer und Wärmeleiter, und unterhalb von -272,633°C wird es supraleitend.

Als Element wurde Cadmium 1817 durch F. Stromeyer und C. Hermann entdeckt.

Cadmium, z.B. in Form von Dämpfen, sowie Cadmiumverbindungen sind giftig. Da Cadmium nur sehr langsam aus dem Körper ausgeschieden wird, kann es bei erhöhter Aufnahme zu einer chronischen Cadmium-Vergiftung (Itai-Itai-Krankheit) kommen. Die krebserregende Wirkung von Cadmium beruht offenbar darauf, dass es die Reparatur von DNA-Schäden in der Zelle behindert.



Technische Eckdaten


Lime-Schmuck

aus Edelmetallen
und edlen Kunststoffen.

Schmuck von Uschy Schleipfer, Frankfurt.
LimeKlick für Großdarstellung



Verwendung

Cadmium wird als schützender, galvanisch aufgetragener Überzug auf Metallen, bes. Eisen und Stahl (Vercadmung, vercadmen) verwendet. Im Reaktorbau findet Cadmium Verwendung als Neutronenbremse, und in der Energietechnik spielt Cadmium als Bestandteil der Nickel-Cadmium-Akkumulatoren eine Rolle. Ferner ist Cadmium ein wichtiges Legierungsmetall (z.B. Woodsches, Lipowitzsches, Newtonsches Metall).
.



Vorkommen und Verfügbarkeit

Gediegenes Cadmium kommt in der Natur praktisch nicht vor. Als Mineral erscheint es beispielsweise als Cadmiumblende (Cadmiumsulfid, CdS), die Gewinnung von Cadmium erfolgt jedoch als Nebenprodukt bei der Zinkverhüttung.

Cadmium liegt an 63. Stelle in der Rangfolge der Elementhäufigkeit und gehört damit zu den recht seltenen Elementen.



Cadmium in der Schmuckherstellung

In der Schmuckherstellung wird Cadmium als Legierungsmetall zur Absenkung des Schmelzbereichs für Silber- und Gold-Legierungen sowie zur Intensivierung des Grüntons von Grüngold verwendet.

Cadmiumsulfid ist gelbes Pigment mit guter Beständigkeit und Lichtechtheit, allerdings wegen seiner Giftigkeit in Verruf geraten.



Herkunft des Wortes 'Cadmium'

Das Wort 'Cadmium' bzw. 'Kadmium' ist über 'cadmia' bzw. 'galmai' aus dem Griechischen abgeleitet und bezeichnete ursprünglich ein Zinkmineral mit hohem Cadmium-Anteil.




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