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Brillantschliff (Schmucklexikon)


Der Brillantschliff wurde um 1910 entwickelt und löste den bis dahin meist verwendeten Altschliff ab. Im Gegensatz zu diesem weist der Brillantschliff im Oberteil mindestens 32 und im Unterteil mindestens 24 Facetten auf. Streng genommen dürfen nur runde Diamanten mit diesem Schliff die Bezeichnung 'Brillant' tragen. Der Brillantschliff gerantiert eine hohe Lichtausbeute bei exzellenter Brillanz, jedoch eine relativ schlechte Nutzung der natürlichen Oktaederform des Diamanten, wodurch der Karatpreis bei Brillanten durchschnittlich etwas höher liegt als beispielsweise beim Princess Cut, der die natürliche Form von Rohdiamanten meist etwas besser ausnutzt.

Der Brillant erfuhr viele Optimierungen und Variationen, z.B. den Tolkowsky-Brillant, Feinschliff-Brillant, Parker-Brillant und weitere. Frühe Vorformen des Brillantschliffs sind bereits aus der Mitte des 17. Jahrunderts bekannt (Mazarin bzw. später Peruzzi-Brillanten).



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Vereinfachtes Schema des Brillantschliffs

Brllantschliff - Aufsicht Brllantschliff - Aufsicht von unten Brllantschliff - Seitenansicht
Aufsicht
Ansicht von unten
Seitenansicht 


Die linke Abbildung zeigt die Sicht auf das sogenannte Oberteil des Brillanten. Zu sehen sind die große Tafel, die angrenzenden Tafelfacetten, die Oberen Hauptfacetten sowie die an die Rundiste angrenzenden Rundistenfacetten.

In der mittleren Abbildung sind die Facetten des Unterteils (Untere Hauptfacetten, Untere Rundistenfacetten) und die Spitze bzw. Kalette (abgeflachte Spitze) des Brillanten zu sehen.

Die Seitenansicht verdeutlicht die Größenverhältnisse zwischen Tafel, Oberteil, Rundiste, Unterteil und der Gesamthöhe (Abstand zwischen Tafel und Spitze).





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