froufrou.de
'smarti' Fingerring
'smarti' Fingerring
'smarti' Fingerring
'smarti' Fingerring

INTRO

SCHMUCK
GOLDSCHMIEDE

SCHMUCK-ESSAYS
SCHMUCKLEXIKON
SCHMUCK-SPEZIALTHEMEN


Lime Lime Lime Lime

'smarti' Fingerring
'smarti' Fingerring
'smarti' Fingerring

SCHMUCK-DISKUSSIONSFORUM

SUCHE

KONTAKT
IMPRESSUM


'Über Gemmenkunde' von Tobias Biehler (erschienen 1860) - Seite 5


Ein Inhaltverzeichnis mit Links zu den Seiten und Kapiteln finden Sie hier: Historische Texte.




Steine, welche von den antiken Künstlern benutzt wurden

Die Ägypter schnitten schon nicht allein Intaglien, sondern auch Kameen, aber letztere auf eine ganz eigene Weise, nämlich vertieft und in der Vertiefung erhoben (relief en creux) und bedienten sich dazu des Onyx. Zu den Intaglien aber nahmen sie häufig folgende Steine: Karneol, Sarder, Achatonyx, Jaspis, Achat, Bergkristall, Magneteisenstein, Lapislazuli und orientalischen Siegeln vor allen anderen sogenannten Halbedelsteinen beliebt. Ihnen folgt der Jaspis, welcher erst später in Gebrauch kam, worunter der rote und dem nächst der grüne und der schwarze am häufigsten sind. Nicht selten begegnet man ferner dem Plasma, das erst nach den Zeiten



Sommer, Sonne, Regen

Amulette und Broschen
aus Gold und geschwärztem Silber.

Schmuck von Uschy Schleipfer, Frankfurt.
Sommer, Sonne, RegenKlick für Großdarstellung



Alexanders den Griechen bekannt wurde, sich bisweilen dem Chalcedon, bisweilen dem Jaspis nähert und oft durch sein schönes, tiefes Grün den Namen Smaragd-Plasma verdient. Ebenso bemerkt man häufig den Heliotrop, seltener den Nephrit, den grünen Quarz, den edlen Serpentin und Aquamarin schon unter Phidias kannten, sieht man bei Pausanias. Aus den obengenannten Steinen ist zu ersehen, dass von den antiken Künstlern größtenteils in minder kostbare Steine, nämlich in die sogenannten Halbedelsteine, geschnitten wurde; die eigentlichen Edelsteine aber (pierres fines) hatten schon als Edelsteine an und für sich so eifrige Bewunderer, dass jene es für ein Unrecht hielten, dergleichen Kleinode, in welchen die Natur schon alle ihre Herrlichkeit zeigte, durch die Kunst noch verschönern zu wollen. Unter 3640 antiken Intaglien des königlichen Museums zu Berlin *), der größten Sammlung der Welt von vertieft geschnittenen Steinen, befinden sich nach den Verzeichnissen Toelkens nur vier Smaragde, ein Rubin, zwei Saphire und ein Chrysoberyll, und dies mag als bester Beweis dafür dienen, wie selten die Alten in 'pierres fines' geschnitten haben.


*) Nach einer freundlichen Zuschrift des Herrn geheimen Regierungarates Dr. E. H. Toelken (d. d. 3. Nov. 1859) hat sich diese Sammlung mit Einschluss der Kameen auf 5365 geschnittene Steine, wozu noch 2379 antike Pasten kommen, vermehrt.





Lesen Sie weiter:





Die hier veröffentlichten historischen Texte wurden durch froufrou.de überarbeitet, um sie leichter lesbar und webseitengerecht zu gestalten. Das Urheberecht für die Texte in dieser Form liegt bei froufrou.de, alle Rechte sind vorbehalten.

Für die Aktualität, Richtigkeit oder Vollständigkeit der Informationen wird keine Gewähr übernommen, Die Inhalte wurden sorgfältig recherchiert und die Quellen möglichst auf Seriosität überprüft, dennoch haben sich mit Sicherheit Fehler und Ungenauigkeiten eingeschlichen. Entsprechende Mitteilungen oder andere Anregungen zur Entwicklung dieser Website sind sehr erwünscht. Benutzen Sie hierfür bitte die Feedback Funktion oder die Kontaktadressen. Bitte beachten Sie auch die Rechtlichen Hinweise.







  ISIS 9230 (DE)
Site Goldschmuck Schmuck Goldschmiedekunst Schmucklexikon Unikatschmuck Designerschmuck Schmuckherstellung Schmuckdesign Goldschmiede Kunsthandwerk
Cat.
Alte historische Texte Originalquellen Zitate Lexika Fachbücher
Page
Gemme Gemmen Kameen Cameen Steinschneidekunst Glptik