froufrou.de
Navamoon
Navamoon
Navamoon
Navamoon

INTRO

SCHMUCK
GOLDSCHMIEDE

SCHMUCK-ESSAYS
SCHMUCKLEXIKON
SCHMUCK-SPEZIALTHEMEN


Navamoon Navamoon Navamoon Navamoon

Navamoon
Navamoon
Navamoon

SCHMUCK-DISKUSSIONSFORUM

SUCHE

KONTAKT
IMPRESSUM



'Über Gemmenkunde' von Tobias Biehler (erschienen 1860) - Seite 1

Ein Inhaltverzeichnis mit Links zu den Seiten und Kapiteln finden Sie hier: Historische Texte.




A. Allgemeines

Einleitung

Unter allen Kunstsammlungen kann es keine schönere und anmutigere geben, als eine Sammlung von geschnittenen Steinen. Eine Gemäldesammlung, eine Sammlung von Bildhauerwerken, ja selbst eine Kollektion von Kupferstichen erfordert einen großen Raum, ja zuweilen ein ganzes Gebäude. Eine Gemmensammlung hingegen, und zwar eine von sehr bedeutendem Werte, kann in einer einzigen größeren Schatulle aufbewahrt werden. Zudem zeichnet sie sich noch dadurch vor allen anderen aus, dass, abgesehen von der Kunst, schon das Materiale einen bedeutenden Wert besitzt. Kupferstiche sind streng genommen nur Papier, Gemälde nur Leinwand oder Holz. Hier handelt es sich aber um das kostbarste, unvergänglichste Material, nämlich um Edelsteine, und eben dieses letztere mag auch die Ursache sein, weshalb die Steinschneidekunst in Epochen, in denen Geschmack und Reichtum vorherrschten, einen so großen Aufschwung nahm und so volle Anerkennung fand. Die Steinschneidekunst (Daktyliographie, Gemmoglyptik) ist uralt und wurde auf zweierlei Weise geübt; indem man nämlich vertieft, in den Stein, oder erhoben, aus dem Stein, schnitt. Die Arbeiten der ersteren Art werden daher Intagliata (Intaglii), die der zweiten Art hingegen Kameen genannt.



Fischdose
Exklusives Meisterstück für Liebhaber
aufwändigster Handwerkskunst.
Unikat aus Silber und Email
von Uschy Schleipfer, Frankfurt.
FischdoseKlick für Großdarstellung



Die erste Art, die des Intaglio, ist unzweifelhaft älter als die zweite und soll, nach einigen Autoren, bei den Babyloniern den Anfang genommen haben, welche daran gewohnt waren Talismane bei sich zu tragen, auf denen Zeichen eingegraben waren, welche an die Macht der Gestirne erinnern sollten. Von den Babyloniern ging dann diese Kunst auf die Juden über. Auch die Äthiopier schnitten in Stein, indem sie sich dazu noch härterer Steine bedienten. Nach anderen Schriftstellern stammt die Steinschneidekunst aus Indien und ging von da nach Ägypten, wo vertiefte Arbeiten in die härtesten Steine (mit Ausnahme des Diamants) geschnitten wurden. Bei den Griechen finden sich schon zur Zeit Solon's Spuren von geschnittenen Steinen, die als Siegelringe getragen wurden und daher Tiefschnitte (Intaglii) sein mussten, da sie sonst nicht zu diesem Zwecke benützt werden konnten. Interessant ist es, dass die Griechen anfänglich mit einem Stücke Holz gesiegelt haben sollen, welches vom Wurm zerfressen war. Sie ahmten diese Wurmgänge später sogar in Stein nach, und ein solcher geschnittener Stein befand sich in der berühmten Stosch'schen Sammlung. Die Sammlungen von geschnittenen Steinen waren natürlicherweise immer seltener als andere Kunstsammlungen, und zwar teils, weil die geschnittenen Steine an und für sich nicht sehr häufig sind, teils weil gewiss eine größere Kenntnis und größere Kritik zu ihrer Beurteilung gehört als zu anderen Kunstgegenständen. Eine Hauptursache ihrer minderen Verbreitung, sozusagen ihres Verfalles, war aber auch die, dass sich bisher kein praktisches Buch über diesen Gegenstand vorfindet, welches dem Liebhaber von geschnittenen Steinen als Führer dienen konnte. Demgemäß habe ich es, nach mehr als zwanzigjährigem Studium, unternommen, die nachfolgenden Blätter dem kunstliebenden Publikum zu übergeben.





Lesen Sie weiter:





Die hier veröffentlichten historischen Texte wurden durch froufrou.de überarbeitet, um sie leichter lesbar und webseitengerecht zu gestalten. Das Urheberecht für die Texte in dieser Form liegt bei froufrou.de, alle Rechte sind vorbehalten.

Für die Aktualität, Richtigkeit oder Vollständigkeit der Informationen wird keine Gewähr übernommen, Die Inhalte wurden sorgfältig recherchiert und die Quellen möglichst auf Seriosität überprüft, dennoch haben sich mit Sicherheit Fehler und Ungenauigkeiten eingeschlichen. Entsprechende Mitteilungen oder andere Anregungen zur Entwicklung dieser Website sind sehr erwünscht. Benutzen Sie hierfür bitte die Feedback Funktion oder die Kontaktadressen. Bitte beachten Sie auch die Rechtlichen Hinweise.

Vote  






  ISIS 9230 (DE)
Site Goldschmuck Schmuck Goldschmiedekunst Schmucklexikon Unikatschmuck Designerschmuck Schmuckherstellung Schmuckdesign Goldschmiede Kunsthandwerk
Cat.
Alte historische Texte Originalquellen Zitate Lexika Fachbücher
Page
Gemme Gemmen Kameen Cameen Steinschneidekunst Glptik