SCHMUCKLEXIKON-INDEX
LEITSEITEN & SPECIALS
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Nahaufnahmezubehör
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Wenn Sie nicht ein Makro-Objektiv Ihr Eigen nennen, werden Sie Probleme haben, Ihren Schmuck formatfüllend zu fotografieren. Es gibt für diesen Zweck spezielles Zubehör für Ihre Kamera, wobei Sie sich zwischen drei grundsätzlich unterschiedlichen Methoden, Ihre Kamera makrotauglich zu machen, entscheiden müssen:
Nahlinsen
Nahlinsen werden auf das Objektiv aufgeschraubt und sind die einfachste und billigste Methode, den zu fotografierenden Objekten näher zu kommen. Sie werden gewöhnlich als Sätze mit Linsen verschiedener Stärke verkauft, wobei Sie darauf achten müssen, dass der Durchmesser des Filtergewindes mit dem Ihres Objektivs übereinstimmt. Sie können dann wie gewohnt mit Ihrem Sucher scharfstellen und sich auch weiterhin auf die Belichtungsmessung der Kamera verlassen. Die Nahlinsen schlucken übrigens kein Licht und lassen sich untereinander kombinieren (aber bitte nicht mehr als zwei Nahlinsen). Der Nachteil dieser Methode liegt in etwas verschlechteter optischer Qualität der Aufnahmen.
Zwischenringe
Zwischenringe sind die von mir empfohlene Methode für das Fotografieren kleiner Schmuckstücke. Sie werden zwischen Kamera und Objektiv montiert. Je nach gewünschtem Aufnahmemaßstab gibt es Zwischenringe in verschiedenen Längen, manchmal auch als Sets zu kaufen. Sie müssen unbedingt darauf achten, dass die Zwischenringe mit Ihrem Kameratyp kompatibel sind und die Automatikfunktionen Ihres Objektivs unterstützen. Sofern dies der Fall ist, können Sie mit Zwischenringen wie gewohnt mit dem Sucher scharfstellen und sich auf die Belichtungsmessung der Kamera verlassen. Zwischenringe schlucken etwas Licht, was jedoch die Belichtungsmessung der Kamera automatisch ausgleicht. Nennenswerte optische Nachteile durch Zwischenringe sind nicht zu befürchten.
Balgengerät
Das Balgengerät ist die qualitativ beste Methode der Makrofotografie, jedoch ist der theoretische Qualitätsgewinn so gering und der Mehraufwand so groß, dass ich davon abrate. Das Balgengerät - eine Laufachse mit einem Balgen - wird wie ein Zwischenring zwischen Kamera und Objektiv montiert, jedoch mit dem Objektiv in umgekehrter Stellung. Dies bringt etwas Qualitätsgewinn, aber die Automatikfunktionen des Objektivs gehen verloren, wodurch die Angelegenheit sehr mühsam wird. Balgengeräte verringern je nach Länge stark die Lichtstärke des Objektivs, die Belichtungsmessung der Kamera bleibt jedoch verlässlich und zeigt die korrekten manuell einzustellenden Werte an.
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Praktischer Tipp
Kaufen Sie sich einen Satz Zwischenringe für Ihr Objektiv. Sie können Originalzubehör verwenden oder billigere Fremdmarken, sofern sie Automatikfunktionen unterstützen und Ihr Kameratyp ausdrücklich als geeignet genannt wurde. Da Zwischenringe keine Linsen enthalten, sondern lediglich den Abstand zwischen Objektiv und Kamera vergrößern, kann es keine Probleme mit der optischen Qualität der Zwischenringe geben. Sofern Sie sich für Nahlinsen entschieden haben: Einfach aufschrauben und los geht's. Um die teilweise kryptischen Bezeichnungen für die Nahlinsen und Zwischenringe brauchen Sie sich eigentlich nicht zu kümmern. Arbeiten Sie einfach mit Versuch und Irrtum. Eine Fehlbedienung ist ausgeschlossen, und die Routine kommt von selbst.
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Erläuterungen
Objektiv in Retrostellung
Normale Objektive sind für einen größeren Abstand zum Objekt als zum Film optimiert. Da bei Makroaufnahmen jenseits des Maßstabs 1:1 dieses Verhältnis umgekehrt ist, liegt es nahe, das Objektiv umzudrehen. Bei fast allen Balgengeräten und einigen Zwischenringen ist dies auch so vorgesehen, wodurch allerdings die Automatikfunktionen des Objekts nicht mehr verwendbar sind, und die Handhabung schwerfällig wird. Ich empfehle diese Lösung erst ab Mikromaßstäben jenseits von 1:5
Filtergewinde
Das Filtergewinde des Objektives können Sie dem Objektiv-Datenblatt entnehmen. Bei einigen Fabrikaten ist das Filtergewinde auch im Typnamen integriert oder in das Objektiv eingraviert, meist mit dem Durchmesser-Zeichen (durchgestrichenes O) voran und einer mm-Angabe folgend.
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