SCHMUCKLEXIKON-INDEX
LEITSEITEN & SPECIALS
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Filmempfindlichkeit
Die Filmempfindlichkeit ist an der ISO-Angabe auf der Filmpackung zu erkennen: Je höher die ISO-Zahl, desto lichtempfindlicher ist der Film, wobei der Bereich um die ISO 100/21 als 'normal' erachtet wird, darüber nennt man die Filme 'hochempfindlich' und darunter 'niedrigempfindlich'.
Die Lichtempfindlichkeit gibt an, wieviel Licht man beim Fotografieren benötigt, ob der Film - überspitzt ausgedrückt - eher für gleißendes Licht am sonnigen Strand oder eher für Innenaufnahmen bei Kerzenlicht geeignet ist, sofern man aus der freien Hand fotografiert.
Da Schmuckfotografie aber ohnehin immer mit Stativ gemacht werden sollte, ist die Lichtempfindlichkeit hier zunächst einmal zweitrangig.
Mit der Lichtempfindlichkeit hängt jedoch auch die sogenannte Körnigkeit des Films zusammen, also der Effekt, dass die Farb- oder Grauflächen von Filmen und Abzügen bei starker Vergrößerung nicht mehr homogen aussehen, sondern aus einzelnen 'Körnern' zu bestehen scheinen, ähnlich wie die Pixel bei Computerbildern oder das Druckraster bei gedruckten Abbildungen. Generell gilt:
Je höher die Filmempfindlichkeit, desto größer ist die visuelle Körnigkeit des Films.
Da polierte, hochglänzende Schmuck- oder Edelsteinoberflächen aber besser nicht körnig aussehen sollten, ist es ratsam, für Schmuckfotografie niedrig- bis höchstens normal-empfindliche Filme zu verwenden.
Außerdem sind Filme niedrigempfindlichere Filme billiger, länger haltbar und farbtreuer.
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Praktischer Tipp
Verwenden Sie für durchschnittliche Anforderungen (für Webseiten oder Abzüge bis ca. 18x24 cm) normalempfindliche Filme, also etwa ISO 100/21. Für hohe Ansprüche (Großvergrößerungen, Großprojektionen, Druckvorlagen) sollten Sie - zumindest bei Kleinbildkameras - niedrigempfindliche Filme benutzen, also ISO 50/18 oder sogar 25/15.
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Erläuterungen
ISO-Angabe
Die ISO-Angabe der Filmempfindlichkeit setzt sich, durch Schrägstrich getrennt, aus einer ASA- (American Standard Association) und einer DIN-Angabe (Deutsche Industrienorm) zusammen. Beide Zahlen drücken das gleiche aus, aber auf verschiedene Weise: Die ASA-Zahl ist eine lineare Einheit (d. h. doppelte ASA-Zahl bedeutet doppelte Empfindlichkeit), die DIN-Zahl ist eine logarithmische Einheit (Erhöhung um drei Zähler bedeutet eine Verdopplung der Empfindlichkeit). Diese doppelte Angabe der ISO-Norm ist sehr praktisch, da man bei fotografischen Berechnungen manchmal einfacher in linearen, manchmal in logarithmischen Einheiten rechnet.
Haltbarkeit
Hochempfindliche Filme sind nicht nur gegenüber Licht, sondern auch gegenüber Wärme, Chemikalien, Alterung und hochenergetische Strahlung empfindlicher und daher kürzer haltbar. Bis zu einem gewissen Maß kann man das Haltbarkeitsdatum überziehen, wenn die Filme originalverpackt in der Tiefkühltruhe aufbewahrt wurden.
Schwarzweiß-Verarbeitung
Die visuelle Körnigkeit tritt vor allem in der SW-Verarbeitung unangenehm zutage. Sofern Sie Ihre SW-Filme und -Abzüge selbst verarbeiten, können durch die Wahl der Filme (z.B. Kodak Technical Pan) und Filmentwickler (z.B. Feinkornentwickler) die Körnigkeit stark beeinflussen.
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