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Mit der 4 - 5 Megapixel-Generation kommen Digitalkameras für Amateure langsam in einen ernst zu nehmenden Bereich, und für Anwendungen, die mit einer geringen Auflösung auskommen, können sie mitunter erhebliche Arbeitserleichterungen bringen, wie zum Beispiel im Webdesign.
In fotografischen Grenzgebieten wie der Schmuckfotografie sind die erzielbaren Ergebnisse jedoch noch ungenügend, beziehungsweise das Preis-Leistungsverhältnis inakzeptabel.
Dafür gibt es mehrere Gründe:
Ein Manko ist nach wie vor die relativ geringe Auflösung, verbunden mit prinzipiellen Problemen von Digitalkameras, harte (Kanten)-Kontraste sauber, ohne Überstrahlung wiederzugeben, was sich gerade bei Schmuck sehr unangenehm bemerkbar macht, denn letztlich lebt ja die Schmuckfotografie genau von Lichteffekten wie Spiegelungen, Glanzlichtern und der präzisen Wiedergabe von harten Materialkanten.
Die meisten Digitalkameras sind nicht im Makrobereich einsetzbar, d.h. es ist praktisch nicht möglich, zum Beispiel einen Fingerring formatfüllend zu fotografieren (löbliche Ausnahme gibt es, z.B. die Pentax Optio 550).
Das wichtigste Argument gegen Digitalkameras liegt jedoch in einem Gebiet, in dem auch analoge Kameras bei der Schmuckfotografie schwer zu kämpfen haben, nämlich der Tiefenschärfe. Konstruktionsbedingt bleibt bei den meisten Digitalkameras die kleinste wählbare Blende weit hinter der analoger Systeme zurück, was den ohnehin stets zu kleinen Tiefenschärfebereich weiter einschränkt und in der Praxis in den meisten Fällen formatfüllend scharfe Schmuckfotos unmöglich macht.
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Praktischer Tipp
Versuchen Sie nicht, mit Amateur-Digitalkameras anspruchsvolle Schmuckfotografie zu betreiben, denn es wird kaum gelingen. Nutzen Sie dagegen den gegenwärtigen Hype der Digitalfotografie aus, um sich preisgünstig eine gebrauchte herkömmliche Fotoausrüstung zuzulegen.
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Erläuterungen
Blooming-Effekt
Wird ein lichtempfindliches Element einer Digitalkamera (CCD-Element) über seine maximale Kapazität hinaus belichtet und dadurch geladen, läuft die Ladung in benachbarte Elemente über. Dieser 'Blooming' genannte Effekt kann sich, abhängig vom Motiv, sehr nachteilig auf die Bildqualität auswirken. Besonders anfällig für Blooming-Effekte sind sehr harte Lichtkontraste, z.B. durch Spiegelungen und Glanzlichter, also genau den Lichteffekten, von denen Schmuckfotografie lebt.
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