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Stilistisch hat Ute Tobisch augenscheinlich keine Berührungsängste. Kaum hat man in ihren Schmuckstücken eine vermeintliche Vorliebe für sehr strenge, coole Formgebung mit teuersten Materialien, wie Platin und Diamanten, ausgemacht, entdeckt man bei ihr verspielte, an Jugendstil erinnernde Schmuckserien oder beispielsweise Bearbeitungen von Kupfer, das trotz seiner warmen, sehr lebendigen Farbwelt von den meisten europäischen Goldschmieden vollkommen zu Unrecht verschmäht wird.
Während viele ihrer Kreationen sehr kopflastig, intellektuell wirken, gibt es andere, in denen sie einfach die kraftvolle Sprache archaischer Formen nahezu kommentarlos zu Wort kommen lässt. Und es stoßen in ihren Kreationen auch gerne mal distanziert nüchterne Formen und Oberflächen konfliktreich an barocke Hochglanzrundungen an.
Auf jeden Fall kein Schmuck zur Verdeutlichung einer 'kleinen' Harmonielehre, und keine Schmuckkünstlerin, die in ihren Schöpfungen irgendwie festgefahren wirkt.
Ein besonderes Thema von Ute Tobisch ist Mokume-Gane, eine alte japanische Technik zur Gestaltung von Buntmetallen, die es erlaubt, mit verschiedenfarbigen Metallen organisch strukturierte Oberflächen zu erzeugen. Im Glossar finden Sie dieses faszinierende Verfahren ausführlich beschrieben und froufrou.de stellt einige Kreationen von Ute Tobisch in Mokume-Gane vor.
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