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Schmuck (dis)klassifiziert.
Es soll sogar Menschen geben, die das als Vorteil werten: Schmuck ordnet deutlich sichtbar einer gesellschaftlichen Schicht zu, zwingt soziale Rollen auf und in oft unerwünschte Schubladen rein. Seltsame Statements werden da exhibitioniert:
- "Ich entsage jeglicher Würdigung durch meine Umwelt, denn ich bin verheiratet."
- "Ich fühle mich durch und durch krank, aber meine Heil-Edelsteine und ich - wir werden das schon schaffen."
- "Mir ist die Welt zu kompliziert, ohne Zauberamulett komme ich mit ihr nicht klar."
- "Ich glaube daran, dass Sternzeichen den Charakter prägen. Aber sicherheitshalber zeige ich lieber mal deutlich, welches Sternzeichen ich bin."
- "Ich will lieber nicht auffallen. Deswegen trage ich den Schmuck, den alle tragen."
- "Ich will auffallen. Deswegen trage ich den Schmuck, den alle tragen."
- "Das Goldkettchen auf meinem Brusthaar ist voll aus echt echtem Echtgold."
- "Mein Zweitschmuck passt auch zu meinem schwarzen BMW."
- "Ich bin reich."
- "Ich bin so reich, dass ich mir den gleichen reichen Geschmacksberater leisten kann, den sich alle leisten können, die so reich sind wie ich."
- "Ich bin so reich - ich kann es mir leisten keinen Geschmack zu haben."
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Manche dieser Aussagen sind wirklich tricky, und es ist für die Betreffenden zu hoffen, dass sie sich nie Gedanken darüber machen.
Andere sollten vielleicht etwas mehr über die Signale, die sie ihrer Umwelt mit dem getragenen Schmuck vermitteln, nachdenken. Dann verstehen sie auch, warum plötzlich alle alten Freunde sich abwenden, während sie vom Bekanntenkreis der Stilberaterin mit offenen Armen empfangen werden.
Um die Bosheit auf die Spitze zu treiben und zu zeigen, dass nicht die geringste Chance besteht es richtig zu machen, hier noch der Umkehrtest, mit der Frage was jemand über sich aussagt, der keinen Schmuck trägt:
- "Ich fühle mich schön so wie ich bin. Und ich bin so selbstbewusst, dass ich niemanden darauf aufmerksam machen muss."
- "Ich fühle mich hässlich, und keiner soll mich sehen."
- "Zweckfreier Ausdruck von Ästhetik? Da steh' ich drüber!"
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Trotz allem gibt es immer wieder arglose Mitmenschen, die sich Schmuck kaufen und ihn auch gerne tragen. Lesen Sie weiter warum, aber:
Behaupten Sie nicht, Sie wären nicht gewarnt worden!

Dies ist nicht die Webpräsenz der präsentierten Goldschmiede und Goldschmiedinnen, und sie spiegelt nicht deren Meinung wider, aber sie ist inspiriert durch deren Schmuck und mit diesem illustriert.
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